Wie du nach einer Trennung dein Leben in die Hand nimmst

(Dies ist ein Gastbeitrag von Monya. Dazu später noch mehr. Jetzt: Bühne frei , Monya.)

Wow – 3 Jahre!

Und jetzt? Leere…

Ich stehe ohne alles da. Ohne Wohnung, ohne die Liebe meines Lebens, ohne Plan.
Und in mir drehen sich die Gedanken, ob ich die richtige Entscheidung getroffen habe:

Ein absolut sicheres Leben und eine geplante Zukunft gegen Ungewissheit einzutauschen.

Nach einer langen Beziehung zu gehen ist ein großer Schritt. Es ist sehr hart, für den, der zurückbleibt, aber auch für denjenigen der geht. Man gibt ein gemeinsames Leben auf, einen gemeinsamen Plan, verliert den vertrautesten Mensch in seinem Leben und muss nochmal ganz von vorne anfangen.

 

Die Trennung als Chance

Von vorne anfangen. Das klingt auf erst einmal hart, obwohl es auch neue Möglichkeiten bietet.

Freiheit.

Dieser Gedanke, dass ich endlich alles machen kann, was immer in meinem Kopf umhergeschwirrt ist und was ich aufgeschoben habe: feiern, reisen, spontan sein.

Aber zu allererst war ich komplett planlos.

Ich habe direkt am Tag nach der Trennung versucht, mein Leben in die Hand zu nehmen. Ein großes Ziel gab es da noch nicht. Eher viele kleine, um den Sprung ins Alleinsein zu schaffen. Ich hatte so viel zu tun, um meine Ziele zu erreichen, dass für Trauer nicht viel Raum da war.

Das erste Ziel nach der Trennung: Eine eigene Wohnung.

Es waren so viele Schritte nötig, bis ich endlich in meinen eigenen vier Wänden saß.

Der Weg zurück war für mich keine Option. Ich habe mich auf die Zukunft konzentriert und wollte mein Leben endlich so gestalten, wie ich es mir wünsche. Ohne jemanden, der zwischen mir und meinen Träumen steht.

Einige positive Dinge am Singlesein sind mir nach der Trennung recht schnell aufgefallen:

  1. Spontanität ist kein Problem, da man sich mit niemandem abstimmen muss.
  2. Auch das Alleinsein fühlt sich für eine gewisse Zeit ganz gut an.
  3. Es macht Spaß mit vielen tollen und liebevollen Menschen unterwegs zu sein.
  4. Es ist toll, ständig unterwegs zu sein und niemandem Rechenschaft schuldig zu sein.
  5. Ich liebe es, tun und lassen zu können, was ich möchte.

Für mich war einer der Trennungsgründe, dass ich die Welt sehen möchte. Für meinen Partner aber weder in Frage kam, mich zu begleiten, noch mich alleine gehen zu lassen.

Mein großes Ziel ist es zu Reisen! Die Welt zu sehen. Am liebsten ohne zeitliche Begrenzung. Da ich gerade erst mit dem Studium fertig geworden bin und mein neuer Job seit Monaten unterschrieben war, konnte ich mich nicht ins nächste Flugzeug nach Thailand setzen, aber trotzdem wollte ich meine Möglichkeiten so gut es geht nutzen.

Für mich persönlich war die Trennung eine riesengroße Chance:

Ich habe nach der Trennung so viele tolle Menschen kennengelernt. Ich habe eine eigene Wohnung gefunden. Angefangen, mich selbst zu lieben. Gelernt, die Zeit mit mir alleine zu genießen. Ich bin alleine nach Amsterdam geflogen. Ich bin endlich ein offener, selbstbewusster Mensch, der andere begeistern und mitreißen kann. Ich habe gelernt, im Hier und Jetzt zu leben und bin jeden Morgen mit einem Lächeln aufgewacht, voller Freude und Erwartungen, was der heutige Tag mir wohl tolles bringen wird.

 

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5 Schritte, um dein Leben nach einer Trennung in die Hand zu nehmen

Wie kam es, dass mir all diese tollen Sachen passiert sind und ich es geschafft habe mein Leben zu verändern und so glücklich zu sein, wie noch nie zuvor?

Im Rückblick waren es 5 Schritte, die mir nach der Trennung geholfen das glückliche Leben zu führen, das ich aktuell führe:

 

1. Frage dich: Was ist mein Traum?

Dieses Ziel wird nun deine Motivation sein. Dein Topf voll Glück, am Ende deines Weges.

Mein Traum ist das Reisen. Die Welt zu sehen und tolle Momente zu sammeln. Und das motiviert mich von nun an jeden Tag.

 

2. Frage dich: Wie kann ich meinen Traum erreichen?

Was ist alles nötig, damit du dein Ziel erreichen kannst? Du musst sparen? Du musst etwas Neues lernen? Du musst dich einige Zeit gedulden?
All das ist einfacher, wenn du für dich kleine Meilensteine definierst, die dich deinem Ziel näher bringen.

Für eine richtig große Reise muss ich wohl einige Zeit sparen, also müssen es bis dahin eben kleinere Trips sein. Ein Wochenende hier, eine Woche da. So habe ich das Gefühl, dass ich weiterhin an meinem Traum arbeite und ihm immer ein kleines Stück näher komme.

 

3. Gönn dir “Ich”-Zeit

Vor allem nach einer langen Beziehung ist es wichtig, das zu tun, was dir gut tut. Mach Dinge, die dich glücklich machen und dir Selbstvertrauen geben. Alleine sein ist nicht einfach, vor allem wenn man es lange Zeit nicht musste, aber das richtige Selbstbewusstsein und das Vertrauen, dass du es auch alleine hinbekommst, werden dir zu einem glücklicheren Leben verhelfen.Für mich war der Start meines Blogs ein riesiger Meilenstein. Ich wollte anderen helfen selbstbewusster zu werden, ihre Ängste zu überwinden und ihr Leben in die Hand zu nehmen. Ich wollte anderen etwas von dem Glück mitgeben, dass ich in den letzten Wochen erfahren hatte. Mich dadurch selbst verwirklichen.

Mit jedem Artikel, den ich geschrieben habe, ging es mir auch persönlich besser. Auch, dass ich es geschafft habe, die Seite alleine einzurichten, gab mir wieder viel Selbstvertrauen und die Sicherheit, dass ich es alleine schaffe. Mittlerweile bin ich auch gerne alleine. Wenn ich Lust habe heute zuhause zu bleiben, zu bloggen, Gitarre zu spielen und für mich zu sein, dann mach ich das einfach. Zeit mit dir tut gut.

 

4. Umgib dich mit Menschen, die dich glücklich machen

Nach einer Trennung war es für mich wichtig, mich schnell mit Menschen zu umgeben, die mich glücklich machen. Menschen, die dir zuhören, dich bestärken, dich antreiben und die „Gut gemacht“ zu dir sagen. Menschen, mit denen du lachen und weinen kannst. Mit denen du verrückte Dinge machen kannst und die es nicht interessiert, wenn die Außenwelt komisch schaut.

Kennst du das, wenn du mit Freunden zusammen bist und du gehst nach Hause, innerlich voll mit Liebe und Glück? Genau das brauchst du jetzt!

Während meiner Beziehung hatte ich einen sehr kleinen Freundeskreis. Nach der Trennung habe ich so unglaublich tolle Menschen kennengelernt, ohne die es mir nicht halb so gut gegangen wäre. Ich habe direkt nach der Trennung meinen besten Freund besucht. Er ist für mich der Mensch, der mich antreibt, zu dem ich aufschaue und mir auch gerne etwas abschaue. Er ist selbstständig, digitaler Nomade und Weltenbummler. Er fordert mich, bestärkt mich und keine meiner Ideen ist für ihn verrückt genug. Alles was er sagt ist „Mach es! Probier es aus!“So jemanden braucht ihr in eurem Leben! Jemanden, der in euch den Gedanken weckt, dass da doch noch viel mehr sein muss.

 

5. Lebe im Hier und Jetzt

Es ist schwer zufrieden zu sein, mit dem was man hat. Man kann nie genug Geld verdienen, nie genug freie Zeit haben, nie genug Freunde haben, nie gut genug sein. Vor allem während meiner Beziehung habe ich gerne in der Zukunft gelebt, im Sinne von „Wenn ich endlich mit dem Studium fertig bin und ich mir auch mehr leisten kann, dann werden wir endlich glücklicher, weil wir dann viel mehr unternehmen können.“

Was ich daraus gelernt habe?

Ich war kein bisschen dankbar, für das, was ich hatte. Sicher hätte man auch tolle Sachen mit wenig Geld in der Nähe unternehmen können. Ich aber war so fokussiert auf das „Irgendwann wird alles besser“, dass mir diese Möglichkeiten gar nicht eingefallen sind.

Seit der Trennung lebe ich bewusster. Bleib einfach mal stehen und spür das Leben. Diesen Moment, wenn du tief durchatmest und einfach das Glück fühlst. Ich bin mir sicher das kennst du auch – in diesen Momenten denkst du nicht „ach, wenn jetzt die Sonne noch mehr scheinen würde“. In diesen bewussten Momenten ist das Glück gegenwärtig.

 

Du kannst das auch

Fassen wir die Schritte kurz zusammen:

Überleg dir, was dein Traum ist und wie du ihn erreichen kannst. Gewinne das Selbstvertrauen in dich, dass du es schaffen kannst. Umgib dich mit den Menschen, die dich in deinem Tun bestärken und last but not least: Genieße den Augenblick!

Sei nicht traurig, dass es bis zur Erreichung deines Traumes noch etwas dauert, sondern genieße jeden Schritt auf dem Weg dorthin.

Natürlich kann ich keinen Anspruch auf DEN einen richtigen Weg erheben, aber bei mir waren es dieses Schritte, die mir zu einem glücklicheren Leben nach meiner Trennung verholfen haben. Vielleicht helfen sie dir ja auch. Ich würde es dir wünschen!

 

Hast du auch gerade eine Trennung hinter dir? Wie hast du es geschafft damit umzugehen?

 

Schreibe einen Kommentar und lasse es uns wissen.


Über die Autorin:

Monya ist die Autorin hinter dem Blog becrazygohappy.de Monya. Seit ihrer Trennung vor einigen Monaten hat sie ihr Leben grundlegend verändert und versucht ihren Traum vom Glück zu leben. Seitdem bezeichnet sie sich als  Ängsteüberwinderin und absolute Lebensliebhaberin. Auf ihrem Blog, zeigt sie dir wie auch du dich verändern kannst und deinen Traum vom Glück näher kommst.


 

  • Christopher Batke

    Hey Monya, danke für deinen schönen Gastbeitrag. Wie cool, dass du hier plötzlich auftauchst. Dein Blog ist mir schon einmal über den Weg gepurzelt. Leider hatte ich ihn dann wieder vom Radar verschwinden lassen. Jetzt kann ich auch bei dir dran bleiben 🙂

    Nach meiner letzten Trennung war für mich das Ende der WG-Zeit gekommen und ich habe mir meine erste eigene Wohnung eingerichtet. Da habe ich mich in deinem Text wiedererkannt. Es war eine tolle Phase. Meine ganze Wohnung war voller weißer Wände und ich wusste: Wow, hier kannst du jetzt alles mitmachen was du schon immer machen wolltest.

    Im Wohnzimmer über dem Sofa ist eine kleine Galerie von Postern meiner absoluten Lieblingsfilme. Es gibt viel Raum für meine Bücher. Und überall sind inspirierende Bilder, Sinnsprüche und kleine Achtsamkeitstolpersteine.

    Cooler Nebeneffekt: Meine neue Freundin und große Liebe wohnt mittlerweile bei mir. Ich glaube habe sie auch finden können, weil ich mich in der Trennungsphase sehr bewusst mit mir auseinandergesetzt habe. So konnte ich auch besser spüren welche Art von Partner ich an meiner Seite brauche. Die Wohnungseinrichtung war dabei sicherlich auch ein kleiner Mosaikstein.

    Und siehe da: Meine Freundin liebt unsere gemeinsame Wohnung, so wie ich sie eingerichtet habe. Als ob mein neuer Lebensstil sie angezogen hätte. Und noch toller: Sie hat die Wohnung mit ihren eigenen Ideen und Gestaltungen angereichert, so dass es jetzt wirklich unser gemeinsamer Heimathafen ist.

    • Monya Pendi

      Hi Christopher,
      schön, dass dir mein Blog schonmal begegnet ist und du dich in meinem Beitrag wieder gefunden hast!

      Deine Geschichte hört sich echt toll an! Einerseits, dass du dich auf dich konzentriert hast und auch die Wohnung als Chance gesehen hast und hei, noch toller, dass deine Freundin sie auch toll findet und ihr euch beide noch mit einbringen könnt.

      Und ich denke du hast definitiv recht: Mittlerweile weiß ich ganz genau, welcher Typ mir den Boden unter den Füßen wegziehen könnte, wenn ich irgendwann mal wieder so weit bin 🙂

      Ich wünsche euch beiden alles Glück der Welt, halt es ganz ganz fest 🙂

    • Pascal

      Hey Chris,

      mal wieder ein großartiger Kommentar! Ich hoffe wir haben bald mal wieder die Möglichkeit uns auszutauschen 🙂

      Saludos,
      Pascal

  • Monya, toller Schreibstil. Sehr bewegend und authentisch. Weiter so!!

    • Monya Pendi

      Hi Aljoscha – ich danke dir für die lieben Worte 🙂
      War eine Wohltat den Beitrag zu schreiben, irgendwann müssen manchen Sachen mal raus!

  • Ralph

    Hi Monya, heute bin ich an diesem von Dir so schön beschriebenen Punkt.
    Nach einer On-Off-Beziehung.
    Ich hab so Lust, nach vorne zu gehen und alles nochmal aufzubauen!
    Für mich und Das und Diejenige, die dazukommen mag… 🙂
    Liebe Grüße und Danke für Deine motivierende Art!
    Ralph