Chris Batke

Raus aus dem sicheren Bankjob und rein in ein Jahr voller Abenteuer, Unsicherheit und Spannung im eigenen Social Start-Up – und das mit 29 Jahren. Das ist die Idee von Christopher Batke.

Nach seiner klassischen Karriere mit Bachelor und Master sowie langjähriger Arbeit in der Personalabteilung einer Bank erfüllt sich Christopher ab Januar 2016 den Traum sein eigenes Social Startup mit dem Namen „Die Talententwickler“ zu gründen.

Ich durfte Christopher – oder Chris, wie die meisten ihn nennen – Anfang Januar bei der Arbeit is(s)t Leben- Veranstaltung in Hannover persönlich kennenlernen. Ein großer, gestandener Mann, der mir auf Anhieb sympathisch war. Ich durfte im Verlaufe des Tages mehr über ihn und sein Projekt “Die Talententwickler” lernen. Ich sah, wie er über seine große Idee sprach und wie die Leidenschaft in seinen Augen leuchtete. Ich war inspiriert. Nicht nur von seinem Traum des Social Startups, sondern auch von seiner Leidenschaft für das Projekt.

Umso mehr freue ich mich deshalb, dass ich Chris für ein Interview mit dem  twentysomething 1×1 gewinnen konnte. Im Interview spricht Christopher darüber, wie er auf die Idee kam “Die Talententwickler” zu starten, welche konkreten Projekte es geben wird und warum er seine Komfortzone sein größter Gegner war.

 

Wie du aussteigst und deine Idee verwirklichst (Interview mit Chris Batke)

 

Hey Chris, kannst du dich kurz vorstellen?

Gerne. Ich bin Chris, 29 Jahre alt, lebe und arbeite im Herzen Niedersachsens, im schönen Hannover. In deiner Community sehe ich mich als „twentysomething-Opa“. Immerhin werde ich im Juli 2016 30 Jahre alt. Persönlich stehe ich mit dem Jahreswechsel 15/16 vor meinem bisher größten persönlichen Umbruch. Ich habe meinen Job bei der Bank gekündigt und arbeite seit dem 01.01.2016 an unserem Social Start-Up “Die Talententwickler”.

 

Welche Idee steckt hinter dem Projekt „Die Talententwickler“?

Der Name unseres geplanten Social Startups ist das Ergebnis eines Suchprozesses. Und zwar habe ich mich in den letzten zwei Jahren sehr viel damit beschäftigt, was eigentlich mein Traumjob ist. Ich kam zu dem Ergebnis, dass es meinen Traumjob leider einfach so nicht gibt. Das liegt daran, dass ich sehr vielfältige Interessen und ganz unterschiedliche Stärken habe. Da es meinen Traumjob nicht gab, habe ich mir gedacht: „Ok, dann musst du ihn eben selbst erfinden.“ Im Rahmen dieses Prozesses hat mein Unterbewusstsein irgendwann die Jobbezeichnung „Talententwickler“ entwickelt. Denn egal welche Form meine Visionen zu zukünftigen Projekten und Tätigkeiten annehmen wird, eines wird immer die Quintessenz bleiben:

Ich liebe es anderen Menschen zu helfen ein glückliches, sinnerfülltes und erfolgreiches Leben zu führen. Deshalb helfe ich Menschen gerne ihre eigenen Talente zu entwickeln. Andersherum lerne ich selbst auch sehr gerne, suche mir immer wieder neue Lehrer und bringe mich in Situationen in denen inneres Wachstum möglich ist. Das heißt ich freue mich auch, wenn andere mir helfen meine eigenen Talente zu entwickeln.

„Talententwickler“ ist also etwas wechselseitiges.

 

Wie ist die Idee dafür entstanden? 

Zunächst war ich als Generalist im Bereich „Human Resource Management“ tätig.  Später, als sich meine Aufgaben verändert hatten und ich immer unglücklicher in meinem Job wurde, habe ich meine Arbeitszeit reduziert um mehr Zeit für das Thema Selbstfindung zu haben. Dazu gehörte u. a. auch, dass ich mich wieder stärker sozial engagiert habe. Das Freiwilligenzentrum Hannover hat ein tolles Mentorenprogramm für Schüler*innen (Ausbildungspaten), in dem ich seit 2013 aktiv bin. Bei diesem Engagement habe ich gemerkt, wie viel Spaß es mir macht jungen Menschen bei ihrer Entwicklung zu helfen. Die Leidenschaft wurde vervielfacht durch die Tatsache, dass es bei solch einem Engagement wirklich um die ureigenen Wünsche der jungen Menschen geht. Im Unternehmenskontext spielen die Unternehmensziele ja auch immer eine wichtige Rolle.

Im Laufe der Zeit habe ich mich dann immer mehr mit dem Bildungssystem und der Arbeitswelt an sich beschäftigt. Mittlerweile habe ich eine klare, kritische Haltung zu den unterschiedlichen Systemen. Ich glaube wir brauchen alle deutlich mehr Freiraum zur Persönlichkeitsentwicklung und Potentialentfaltung. Diese Erkenntnis hat dann den Antrieb gegeben mir eigene Lösungsansätze auszudenken. Aus diesen Projektideen ist dann nach und nach der Wunsch geworden all diese Ideen mithilfe der Gründung eines gemeinnützigen Unternehmens in der Realität zu testen.

 

Chris Batke

Quelle: http://plural-hannover.de/

 

„Die Talententwickler“ wird ein innovatives Projekt sein. Gibt es schon konkrete Ideen wie es aufgebaut sein soll? 

Wir haben für uns mittlerweile Kernzielgruppen identifiziert, für die wir wirkungsvolle Bildungsangebote (Events, Workshops, Coachings) sowohl offline als auch online entwickeln möchten.

1. Schulabsolvent*innen und Student*innen:

Meine Hypothese ist: Es gibt viele Schulabgänger, die zum Beispiel nach dem Abi immer noch keine Ahnung haben was sie genau machen wollen. Es gibt zwar schon viele punktuelle Angebote zur Berufsorientierung während der Schulzeit. Aber meine Erfahrung hat mir gezeigt: Einerseits ist die Schulzeit sowieso schon viel zu voll gepackt und andererseits gibt es viele, für die die Frage der Berufswahl während der Schule einfach noch nicht greifbar genug ist.

Auch Student*innen verlaufen sich häufig und merken erst während der ersten Semester, dass Sie doch nicht den passenden Studiengang gewählt haben. Sie stehen so wieder am Anfang des Prozesses.

Hier wollen wir ansetzen mit unserem innovativen Programm „Mein Gap Year“ (www.mein-gap-year.de):

Super Coaches helfen dir zentrale Lebensfragen zu beantworten: Was will ich eigentlich vom Leben? Wer bin ich? Was kann ich? Und wie kann aus meinen Träumen Wirklichkeit werden lassen?

Daneben hast Du viel Freiraum für Reisen, Praktika, Schnupperstudium, eigene Projekte und alles was dir wichtig ist. Die ganze Zeit wirst Du von einer genialen community begleitet. Wir lernen mit- und voneinander.

Mein Gap Year wird ein Jahr voller Abenteuer, Persönlichkeitsentwicklung, viel praktischer Erfahrung und die Vermittlung von wirklich wichtigen Life Skills.

2. Berufstätige

Als zweite Zielgruppe sehe ich Menschen, die schon im Berufsalltag angekommen sind und sich wie in einer Sackgasse fühlen. Menschen, die sich nach mehr Selbstverwirklichung und sinnstiftenden Tätigkeiten sehnen. Menschen, die einen Wandel, vielleicht sogar einen Karriereumbruch anpeilen.

Diesen Menschen möchten wir etwas ähnliches wie das Gap Year bieten, nur auf die spezifischen Lebensbedingungen angepasst. Stell dir vor wir kombinieren TEDx mit genialen, wirkungsvollen Workshops und Coachings. Wir bauen eine Plattform auf, auf der wir unterschiedliche Experten (Speaker, Trainer, Coaches) versammeln und dann in einer Art „Wanderzirkus“ unterschiedliche Städte bereisen. Die Themenvielfalt wird genau so groß sein wie unsere Reichweite.

Wir wollen Inspiration, eine like-minded community und ganz praktische Unterstützungen bei diesen Transformationsprozessen bieten. Neben unseren Live-Events streben wir auch den Aufbau einer Online-Plattform an, bei der man Wissen und Inspiration auch zeit- und ortsunabhängig zur Verfügung gestellt bekommt.

Niemand soll mehr das Gefühl haben, dass er im Hamsterrad alleine ist!

 

Was ist eure Vision mit dem Projekt?

Bezogen auf die oben genannten Zielgruppen und die angedeuteten Projekte würde ich sagen:

Wir möchten unseren Beitrag dazu leisten, dass möglichst viele Menschen es schaffen ihren eigenen, sinnerfüllten Weg zu gehen und ein glückliches Leben zu führen. Der Gedanke der “Work-Life-Romance” triggert mich in diesem Bezug sehr stark.

Darüber hinaus gibt es bei unserem Vorhaben aber auch noch eine Meta-Ebene. Ich möchte nicht einfach nur ein erfolgreiches Unternehmen gründen nach den Erfolgsrezepten der Vergangenheit. Ich möchte im Rahmen unserer Gründung auch neue Wege beschreiten.

Wir sehen uns in der Schnittstelle zwischen Social Entrepreneurship, Gemeinwohlökonomie und dem Thema „Zukunft der Arbeit.

Man könnte es auch als „Forschungsfragen“ bezeichnen, die wir quasi nebenbei im Selbstexperiment testen wollen. Hier ein paar Beispiele:

  • Was passiert eigentlich, wenn ich das Prinzip der maximalen Potentialentfaltung als Grundprinzip unserer Arbeit ausrichte? Wie können wir unser Unternehmen so aufbauen, dass jeder sein Potential entfalten kann?
  • Wie kann ich gemeinwohlorientiert arbeiten, einen echten social impact bewegen aber trotzdem nachhaltig damit meinen Lebensunterhalt verdienen?
  • Was passiert eigentlich, wenn ich als Vollzeit bei uns die 30-Stunden-Woche ausrufe? Wenn Privates plötzlich höhere Priorität hat als das Business? Kann das funktionieren? Wie sieht mein Zeitmanagement aus, wenn Familie und Freunde plötzlich Priorität haben?

Ich möchte also nicht nur coole, sinnstiftende Projekte als Social Business aufbauen, ich möchte ganz neue Wege gehen und mich den Ängsten und Zweifeln stellen, die damit einhergehen.

 

Ein Bestandteil des Projektes ist das Gap-Year-Programm für Schüler, die nicht genau wissen wie es nach der Schule weitergehen soll. Wie wird das Programm aufgebaut sein?

Wir stellen uns das Gap –Year („Brückenjahr“) derzeit als 9 monatiges Programm vor, je nach Teilnehmer-Interessen.

Das Programm gliedert sich grundsätzlich in vier Phasen:

  1. Orientieren (Workshops)
  2. Erfahren I (Self-Exploring)
  3. Erfahren II (Business Exploring)
  4. Leben (Life Skills und nachhaltiger Lebensentwurf)

Der Einstieg in unseren Pilotjahrgang (derzeitige Planung: September 2016) wird demnach eine intensive Workshop-Phase, in der wir drei Tage pro Woche in Coaching-Gruppen à 12 Teilnehmern zusammen treffen und arbeiten. Dabei werden in jeder Woche zentrale Fundamente gelegt, in dem wir die folgenden Fragen bearbeiten:

  • Wer bin ich?
  • Was kann ich? Was sind meine Stärken und Talente?
  • Was will ich? Wie möchte ich später leben?
  • Und wie kann ich das erreichen?

Darauf folgt die erste freie Praxisphase mit einem Mix aus Schnupperstudium Ausland/Reisen, eigene Projekte starten und jede Menge Abenteuer erleben. Zwischendurch treffen wir uns in etwas größeren Abständen in den Coaching-Gruppen wieder. Wir helfen den Teilnehmern methodisch die Erfahrungen zu reflektieren und die wichtigsten Erkenntnisse herauszufiltern.

Zur Hälfte des Programms kommen wir wieder zusammen und schauen uns an: Was gibt es eigentlich in der Business-Welt: Vom Startup bis zum Konzern. Wir machen Unternehmensbesichtigungen, laden inspirierende Gäste mit interessanten Lebensläufen ein und bereiten konkret auf die zweite Praxisphase vor: Die Praktika!

Hier sollen ganz konkrete Berufserfahrungen gesammelt werden. Die Teilnehmer sollen Praktika in den Wunschberufen machen, die sie am Ende unserer Workshop-Phase herausgefunden haben.

Auch hier wird natürlich weiter fleißig reflektiert und es gibt erneut genug Freiraum für weiteres Reisen, Schnupperstudium und eigene Projekte.

Am Ende soll es noch einmal um die Vermittlung von wirklich wichtigen Life Skills gehen. Unsere Teilnehmer sollen auf das wahre Leben da draußen vorbereitet werden. Es geht um Themen wie Zeit- und Selbstmanagement, wie bleibe ich beim Arbeiten eigentlich gesund und vorallem: Wie starte ich jetzt konkret ins Leben? Was sind meine konkreten Ziele und wie sehen meine nächsten Schritte aus?

Unsere Ideen werden wir im ersten Halbjahr 2016 via co-creation aber auch direkt mit Schüler*innen und Student*innen challengen. Wir wollen die Zielgruppe zum Mitgestalter machen. Das Gap Year soll genau so aufgebaut sein, wie die jungen Talente es sich wünschen und brauchen. Wer also Interesse daran hat mitzuwirken, der darf sich gerne bei mir melden!

Ich bin von dieser Idee des Gap Years absolut überzeugt und habe auch schon einige Unterstützer für diese Idee gewinnen können. Zwei professionelle Jugendcoaches aus dem Bereich Berufsorientierung entwickeln mit mir die Workshop-Konzepte, eine ganze Schar von Nachwuchs-Bloggern steht in den Startlöchern, um die Gap Year-Online-Community mit ihrem besten content Inspiration und Rüstzeug mit auf den Weg zu geben. Und in unserem Netzwerk haben wir reichlich Partner bei denen die Teilnehmer die Chance haben coole Selbstwirksamkeitserfahrungen machen zu können.

Dieses Projekt stellt auf jeden Fall eine absolute Herzensangelegenheit für mich dar! Von daher freue ich mich über alle, die uns darin unterstützen wollen.

 

Chris Batke

Quelle: http://plural-hannover.de/

Warum hast du mit 29 Jahren den Mut gefasst den Schritt raus der Bank hin zu einem eigenen Start-up zu machen?

Das ist eine gute Frage, auf die ich glaube ich keine einfache Antwort geben kann. Wenn ich Menschen jetzt erzähle, was ich tue und warum ich es tue höre ich oft: „Wow, du bist so mutig! Du hast eine so große Klarheit! Du bist so begeistert und leidenschaftlich!“

In Wahrheit ist es aber so, dass in meinem „alten“ Leben der Leidensdruck erst zu groß werden musste. 2013 war für mich ein Jahr des persönlichen Umbruchs, erst da habe ich angefangen zu hinterfragen, was ich aus meinem Leben überhaupt gemacht habe. Das galt sowohl für das Berufliche, als auch das Private. Die letzten zwei Jahre habe ich dann intensiv zur Selbsterfahrung genutzt. Ich habe mich auf die Suche gemacht. Habe mich gefragt. Was für ein Mensch willst du sein? Welche Probleme in der Welt willst du lösen? Was kannst du? Was kannst du nicht?

Das war ein sehr schwieriger, teilweise auch anstrengender, wenngleich sehr spannender Prozess. Auf dem Weg habe ich unzählige Dinge ausprobiert und wieder verworfen. Aber am Ende stand für mich fest: In der „corporate Welt“ mit den klassischen Arbeitsstrukturen finde ich mein persönliche „Work-Life-Romance“ einfach nicht.

Die Sehnsucht nach einer sinnerfüllten Tätigkeit und nach maximaler Potentialentfaltung hat mich an den Punkt gebracht, wo ich jetzt bin. Dazu kommt auch die Erkenntnis: Wenn ich in ein paar Jahren vielleicht eine Familie gründen möchte, dann sollte ich mich langsam gefunden haben. Es ist daher auch so ein bisschen der Treiber: „Jetzt oder nie!“

 

Welche Hoffnungen verbindest du mit dem kommenden Jahr?

Ich muss gar nicht mit all meinen Ideen „erfolgreich“ im klassischen Sinn sein. Ich erlaube mir durchaus mit einer Mischung aus Mut, Idealismus und Naivität zu scheitern. Das ist Teil des Experiments. Schöner Nebeneffekt meiner mehrjährigen Selbstfindung war: Die Angst vor dem Scheitern habe ich verloren. Denn meine größten Niederlagen im Leben waren auch gleichzeitig die wichtigsten Lektionen, die das Leben für mich bisher parat hatte. Ich lebe daher nach dem Grundsatz: „Sometimes you win, sometimes you learn.“

Meine Hoffnung ist also, dass ich nicht probiere „irgendwie erfolgreich zu sein“, sondern dass ich all meine Träume lebe, dass ich nur Dinge tue, für die ich wirklich brenne, dass ich alles gebe und schenke was ich habe. Denn wenn wir ehrlich sind, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich in einem Jahr hier stehe und sagen muss: „Mist, der erste Versuch hat nicht geklappt, ich habe einiges falsch gemacht, ich bin gescheitert“ recht groß.

Wenn das aber schon so ist, dann will ich das Selbstexperiment an sich doch möglichst zur geilsten Zeit meines Lebens machen.

Meine größte Hoffnung ist also, dass ich dir in einem Jahr sagen kann: „Ja, 2016 war das geilste Jahr meines Lebens!“

Und auf diesem Weg möchte ich so viele Menschen wie möglich auf eine positive Art und Weise berühren, ihnen etwas mitgeben, ihnen helfen. Das wäre genial!

 

Welche Ängste hast du vor dem kommenden Jahr?

Die Ängste, Sorgen und Zweifel gibt es natürlich. Wie wir alle, so habe auch ich unterschiedliche Stimmen im Kopf. Manchmal verzweifle ich fast an der Tatsache, dass ich eben doch keinen klaren Business Plan habe, der mir sagt: Hier ist das Patentrezept, damit wirst du glücklich UND erfolgreich!

Aber was wäre das Leben ohne Unsicherheit und Angst? Ich versuche meine Ängste zu umarmen und mich nicht von Ihnen aufhalten zu lassen. Ich habe Angst, dass das alles nicht klappt was ich vorhabe, dass ich mir zu viel vornehme, dass die Leute mich auslachen, wenn ich in einem Jahr wie ein begossener Pudel da stehe und alle sagen: „Das haben wir dir doch gleich gesagt!“.

Aber das ist ja nur eine Stimme in meinem Kopf, da gibt es auch noch viele andere. Und darüber hinaus gibt es noch die Stimme meines Herzens. Die flüstert mittlerweile nicht mehr nur, die brüllt mir gerade zu entgegen: “LOS, SPRING!!!”

 

Du bist mit 29 Jahren noch gerade so ein twentysomething. Welche Tipps möchtest du jungen twentysomethings mit auf ihren Weg geben?

Ich wünsche euch allen, dass ihr nicht so lange wie ich blind durch die Welt lauft. Für meinen Geschmack habe ich die Augen etwas zu spät geöffnet. Abi, Uni, Arbeit, Karriere, Geld. Von 18 bis 27 liest sich mein Lebenslauf hübsch, aber manchmal ereilt mich die Frage: „Was wäre, wenn du von Anfang an mehr auf dein Herz gehört hättest?“

Wenn ihr mit Anfang 20 da steht dann nutzt dies als Chance, erkundet euch selbst, findet heraus was eure Träume und Visionen sind, testet euch aus. Erlaubt auch krumme Lebensläufe, seid fröhlich, frech und wunderbar! Was „die Gesellschaft“ oder „die Medien“ euch vorgaukeln wollen, das kann euch egal sein. Am Ende des Tages könnt doch nur ihr selbst entscheiden, was euch wichtig ist. Jeder muss sein ganz eigenes Leben leben. Angst, Unsicherheit und die vermeintlichen Erwartungen der anderen, die lassen diesen Prozess manchmal unendlich schwer wirken. Aber meine größte Lektion aus meinen Zwanzigern ist: „Das waren alles nur meine Ausreden, damit ich meine Komfortzone nicht verlassen muss.“

Aber: Life begins at the end of your comfort zone. Du kannst dich also darüber beklagen, das alles so schwierig ist. Oder du kannst dem Hamsterrad einen kräftigen Tritt geben und schon heute anfangen um die 20er zur geilsten Zeit deines Lebens zu machen! Die Entscheidung liegt bei dir allein.

 

Vielen Dank für das tolle Interview, Chris!

Mehr über Chris und die Talentwickler erfährst du auf ihrer Homepage talententwickler.de oder in seinem Interview  “Vom Aufsteiger zum Aussteiger”. Eine Einblick in die Art wie man bei der Gründung eines gemeinwohlorientierten Unternehmens das Thema Potentialentfaltung und nicht wirtschaftliche Interessen in den Fokus rückt kannst du hier sehen: Businessplan? Einen Scheiß muss ich! – Die Revolution der Potentialentfaltung

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Hast du auch eine verrückte Idee in deinem Kopf, die du umsetzen willst? Falls ja, was ist deine Idee?

 

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Pascal Keller

Pascal ist Gründer und Autor des twentysomething 1x1. Er hat zwar nicht alle Antworten auf das Leben als twentysomething, aber er versucht sie zu finden und damit anderen jungen Menschen zu helfen ihre Zwanziger zur besten Zeit ihres Lebens zu machen.

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