Vergangenheit / pascalkeller.com

(Dies ist ein Gastbeitrag von Denise. Dazu später noch mehr. Jetzt: Bühne frei , Denise.)

Kennst du das Gefühl?

Du möchtest endlich durchstarten, aber du hast einfach nicht die Kraft dafür?

Du fühlst dich gelähmt und spürst, dass dich etwas zurückhält. Etwas, das tief in dir drin steckt und dich nicht loslaufen lässt.

Zu viel ist passiert in den letzten Monaten und Jahren.

 

Ein Leben auf Autopilot

Wenn du dich mit den obigen Zeilen identifizieren kannst, dann war deine Vergangeheit wahrscheinlich von vielen Zeiten geprägt, in denen du selten das machen konntest, was dir Freude bereitet.

Bei mir war das die Schulzeit, Ausbildungszeit und ja, dann auch noch die Arbeitszeit.

Ich habe lange Zeit nicht das gemacht, was mir Spaß macht und mich erfüllt.

Jahrelang habe ich mich von einem langweiligen Bürojob zum nächsten gehangelt, wohl wissend, dass ich eigentlich etwas ganz anderes machen möchte. Aber was genau? Studium, neue Ausbildung oder Selbstständigkeit? Ich wusste es nicht.

Und so blieb ich da wo ich war – unzufrieden mit mir und meinem Leben.

Heute, knapp 3 Jahre später, stehen die Chancen mehr als gut, dass ich endlich das tun kann, was mir am Herzen liegt: Menschen dabei zu unterstützen selbstbestimmter zu leben, in dem sie sich unbewusste Gedankengänge bewusst machen und lernen mit ihnen umzugehen.

Ich vergleiche unsere unbewussten Gedankengänge oft mit Autopiloten, die wir aus dem Flugzug kennen.

Autopiloten sind eine tolle Sache. Sie übernehmen die Steuerung des Flugzeugs nach einem festen Kurs oder nach einer vorgegebenen Route. Sie entlasten damit den Piloten bei einer monotonen und ermüdenden Aufgabe – nämlich das Flugzeug selbst zu steuern.

Ähnlich wie die Autopiloten arbeiten unsere unbewussten Gedankengänge, wie zum Beispiel diese:

• Sicherheit ist besser als Risiko
• Menschen werden mich verletzen
• Ich bin nicht gut genug
• Ich darf die Kontrolle nicht verlieren
• Ich kann nicht mehr vetrauen
• Ich werde scheitern

Diese und andere negative Gedankengänge, wurden durch unsere Erfahrungen in der Vergangenheit ganz unterbewusst geprägt. Sie haben sich nach und nach in unser Gehirn eingeschlichen und steuern jetzt wie Autopiloten unser tägliches Verhalten. Sie halten uns auf Kurs und entlasten uns bei einer ermüdenden Aufgabe:  unser Leben selbst zu steuern.

Das ist fatal.

Wir lassen unsere negativen Gedankengänge unsere täglichen Entscheidungen bestimmen, anstatt selbstbestimmt zu leben. 

Wir realisieren nicht mehr, dass wir Piloten sind und das Lenkrad des Lebens selbst in der Hand haben.

Wir vergessen, dass wir keine Autopiloten brauchen, sondern selbst unseren eigenen Kurs bestimmen können.

Als Pilot stehen uns alle Wege offen. Wir müsssen nur noch den richtigen den Weg für uns finden und das tun wir meist dadurch, dass wir verschiedene Wege gehen, also uns immer wieder ausprobieren, immer wieder neue Dinge entdecken. Diesen Bereich würde ich gern in Form einer Selbstständigkeit als Coach leben, an dem ich langsam aber stetig arbeite.

Doch ausgerechnet jetzt fehlt mir irgendwie die Kraft dafür, alles umzustetzen, was ich mir vorstelle. Aber warum?

 

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Die leidvolle Vergangenheit, die ich nicht loslasse

Ein Grund warum mir die Kraft fehlt, ist meine Vergangenheit.

Ich habe das Gefühl, ich hänge an hier wie eine Klette. Mir fällt es schwer von ihr loszukommen. In ihr stecken so viele bekannte Gefühle, die meisten negativ, nur wenige positiv. Die negativen Gefühle sind mir vertraut und ich kann mich in ihnen fühlen. Die neuen, glücklichen Gefühle wirken dagegen fremd und vergänglich für mich.

Der Schmerz ist für mich ein treuer Wegbegleiter. Ein Wegbegleiter, der immer für mich da ist und nicht von meiner Seite weicht. Das Glück dagegen ist unstabil und verzieht sich mal gern, wenn es eng wird.

Aber dies ist ein Trugschluss, wie ich in den letzten Monaten herausgefunden habe: Glück und Schmerz sind immer beide da. 

Beide Seiten sind immer in meinem Leben, das vergesse ich nur immer wieder. Zu sehr übertüncht der Schmerz über meine Vergangenheit das Gefühl des aktuellen Glücks.

Ich hadere bis heute noch mit Entscheidungen, die ich in den letzten Jahren getroffen habe. Ich bereue mein Verhalten und jammere über meine „verlorene“ Zeit, also die Zeit, in der ich nicht das machen konnte, was mir Spaß macht und mich erfüllt. Und genau hier, stecken meine großen Energiefresser, der mir die Energie für mein „neues“ Leben klaut: meine Gefühle über meine Vergangenheit.

In den letzten Monaten wurde mir klar, dass ich diese Energiefresser eliminieren muss, um endlich meinem großen Traum der Selbstständigkeit mit voller Energie nachgehen zu können.

Ich muss endlich zu meiner Vergangenheit stehen. Ich muss sie so annehmen wie sie ist, denn sie wird sich mit keiner Träne und mit keinem Jammern ändern. Das einzige was sich ändern kann, bin ich selbst.

Ich kann lernen, meine Vergangenheit als Teil meiner Geschichte zu akzeptieren. 

Ich kann lernen, meine Vergangenheit als etwas wertvolles zu sehen.

Ich kann lernen, mich von meiner Vergangenheit zu lösen.

 

Zwei Schritte, um dich von deiner Vergangenheit zu lösen

Im Folgenden möchte ich dir zwei Schritte zeigen, die mir geholfen haben, mich von meiner Vergangenheit zu lösen.

Schritt 1: Fühle die Gefühle, die mit deiner Vergangenheit zusammenhängen.

Wir hängen in der Vergangenheit fest, weil wir die Gefühle die mit ihr verbunden sind nicht fühlen wollen, „sie nicht loslassen wollen“, weil sie zu schmerzhaft sind. Würden wir sie loslassen könnte sich der Schmerz in seiner ganzen Pracht entfalten, und dass würde extrem weh tun – emotional als auch physisch.

Doch genau das ist nötig, damit wir unsere Vergangenheit loslassen können: Wir müssen die Gefühle, die mit ihr zusammenhängen hervorholen, anschauen und loslassen.

Fasse deshalb den Mut, deine Gefühle über deine Vergangenheit hochkommen zu lassen.

Beobachte dich dabei genau:

  • Welche Gefühle kommen in dir hoch, wenn du an deine Vergangenheit denkst?
  • Sind sie ungemütlich? Machen sie dich traurig, melancholisch oder wütend?

Versuche die Gefühle auszuhalten, auch wenn sie weh tun.

Es geht nicht anders. Um den Schmerz zu überwinden, musst du durch ihn hindurch gehen, daran führt kein Weg vorbei. Gefühle sind Energien und bleiben so lange in deinen Körper und stellen Scheiße an, bis du sie lebst. Erst wenn du sie (er)lebst lösen sie sich auf.

 

2. Stehe zu deiner Vergangenheit und verzeihe dir selbst

Nachdem du die Gefühle durchleben konntest, kannst du nun versuchen zu ihnen stehen, und mit “dazu stehen” meine ich alles was dazu gehört: Worte, Entscheidungen, Handlungen, Verletzungen, Schmerz – alles hatte einen Sinn und hat dich zu dieser Person gemacht, die du heute bist.

Im Nachhinein kommst du dir vielleicht dumm, schuldig oder schwach vor und du wertest dich ab. Aber Nein, das brauchst du nicht ( also Ja, erst mal schon, ist ja n Gefühl was gelebt werden will 😉 ), aber dann mach dir bewusst, dass alles in deinem Leben seinen Zweck hatte und die Erfahrung wichtig war.

Aus allem was du erlebst, lernst du und es macht dich stärker. Jeder Fehler bringt dich weiter. Wenn man keine „Fehler“ macht im Leben, kann man auch nicht lernen. Es ist ok, dass du „Fehler“ gemacht hast. Sei nicht mehr böse auf dich selbst und verzeihe dir.

 

Wie du die 2 Schritte konkret anwenden kannst

Zum Abschluss möchte ich gemeinsam mit dir noch ein Beispiel durchgehen, das dir zeigen soll, wie du konkret die oben genannten Schritte umsetzen kannst.

Im Beispiel möchte ich dir erklären, wie du den Schmerz jahrelang etwas gemacht zu haben, von dem du heute weißt, dass es falsch war, los lassen kannst.

 

Wie starte ich?

Mache zunächst Schritt 1 und fühle das Gefühl. Lass die Wut, den Schmerz und die Trauer raus und gebe ihr Ausdruck in Worten, Bildern oder in Bewegung.

Die einfachste Methode, dich deinen Gefühlen zu stellen, ist es, dir das gefürchtete Gefühl vorzustellen und dann zu versuchen, das Gefühl zu spüren.

Um überhaupt in die Tiefe eines Gefühls/Gedanken zu kommen nutze ich persönlich immer das Fragetool „The Work“ von Byron Katie. Es sind vier Fragen und eine Umkehrung, die mir voll bewusst machen, um was es eigentlich bei dem gefürchteten Gefühl geht und mir und anderen gegenüber mehr Verständnis und Liebe schenkt, weil ich verstehe, warum Sachen so sind wie sie sind und dass ich weder wütend auf andere noch auf mich selbst sein brauche.

Es hilft mir zudem sehr gut das ganze Gedanken-Gefühl-Wirr-Warr zu entdröseln und Klarheit zu schaffen. Denn weil mir oft die Klarheit fehlt, habe ich das Gefühl nicht zu wissen, wo ich anfangen soll und ich habe das Gefühl das Ganze erschlägt mich.

Das Fragetool gibt mir eine klare Struktur, um Ordnung in mein Wirr-Warr zu bekommen.

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, hier ein ausführlicher Blogartikel von mir über „The Work“.

 

Was mache ich nachdem ich die Gefühle erlebt habe?

Nachdem du die Gefühle, die mit deiner Vergangenheit verbunden sind, erlebt hast, versuche im zweiten Schritt zu ihnen zu stehen. Verzeihe dir, dass du es einfach nicht früher beenden konntest, sondern eine gewisse Zeit notwendig war, um an ein Ende zu gelangen, an dem du erkannt hast, dass es nun wirklich Zeit ist für ein Neuanfang in deinem Leben.

Es ist okay, dass du es lange Zeit nicht geschafft hast dich z.B. von einen Partner zu trennen, der dir nicht gut tat oder deine Arbeit zu wechseln, obwohl es dich jeden Tag angekotzt hat – es ist okay.

Indem du deine Gefühle Raum gibst und zu ihnen stehst, verschwendest du keine Energie mehr diese zu verdrängen und abzulehnen, sondern hast all deine Energie zur Verfügung, die du nun für deine Selbstverwirklichung brauchst.

In dem du nicht mehr gegen deine Gefühle, Taten und Worten ankämpfst und sie abwertest, besitzt du deine volle Energie, um das zu schaffen, was du dir wünscht.

 

Fazit des Beispiels

Stelle dich deinen gefürchteten Gefühlen und erlebe, wie du dich selbst von ihnen befreist. Kein anderer kann diese Schritte für dich gehen, dafür bist du verantwortlich. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass diese Verantwortung zu übernehmen nicht leicht ist. Aber sie macht dich frei und zufrieden mit dir selbst und du kannst komplett deine Potenziale und Wünsche in dieser Welt leben.

Ich unterstütze dich gerne dabei!

 

Hängst du auch in deiner Vergangenheit fest? Wie gehst du mit ihr um?

 

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Über die Autorin:

DeniseDenise ist die Autorin von life-of-love.de . Den Blog hat sie ins Leben gerufen, um sich selbst zu reflektieren und anderen mitzuteilen, welche Wege sie gefunden hat um Schmerzen, Depression, Blockaden und Burn-Out zu beenden. Ihre große Erkenntnis nach einigen Jahren auf der Suche zum Glücklichsein: Es gibt nicht das “eine” Patenrezept für Glück, jeder muss das Glück in sich selbst finden. Mit dieser Erkenntnis und noch vielen anderen, kann sie nun immer mehr das Leben leben, welches sie liebt.