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Es ist gar nicht so lange her, da waren in meinem Freundeskreis noch alle single und konnten gar nicht genug von wilden Partys bekommen. Jedes Wochenende wurde durchgefeiert und auch unter der Woche war immer einiges los.

Klar, wir hatten alle viel Zeit und das Klischee des feierwütigen Studenten kommt ja auch nicht von ungefähr. Es gab nur wenige Verpflichtungen und das haben wir in vollen Zügen genossen.

Zwar hatten wir alle Nebenjobs und mussten für Prüfungen lernen, aber irgendwie schien es so, als wäre unser einziges Problem, uns zu einigen, wo wir denn heute Abend hingehen sollten. Unsere Gespräche drehten sich selten über die Zukunft. Sie lag irgendwie so weit weg und deshalb schenkten wir ihr keine Beachtung.

Wir wussten nur, dass wir noch leichtsinnig, naiv und verantwortungslos sein wollten, solange wir noch jung genug waren, um später dann daraus zu lernen.

Aber eben erst später. Und damals lag „später“ noch in weiter Ferne.

 

Die ersten Veränderungen im Freundeskreis

In den letzten Jahren aber, hat uns dieses „später“ irgendwann mal eingeholt. Wir sind alle älter und reifer geworden, stecken alle in einer ernsthaften Beziehung und viele sind auch schon mit ihrem Partner zusammen gezogen. Auch ich bin da keine Ausnahme.

Feiern gehen wir bei weitem nicht mehr so häufig wie früher. In Clubs und Bars trifft man uns eigentlich nur noch sehr selten. Partys finden jetzt immer bei irgend jemandem daheim statt. Klar, wir alle haben unsere eigenen Wohnungen und kaum jemand wohnt noch bei den Eltern. Da bietet sich das eben an.

Aber generell sind Partys einfach nicht mehr so wichtig, wie sie es früher einmal waren. Früher haben wir unser Geld für Cocktails und Klamotten ausgegeben, jetzt für Blumen und Dekoration. Wir sind alle „sesshaft“ geworden.

Mittlerweile haben die ersten von uns sogar schon angefangen, ihre eigene Familie zu gründen! Nächstes Jahr sind drei Hochzeiten geplant und dieses Jahr werden noch zwei Babys zur Welt kommen. Auf einmal geht alles so schnell.

Wo sind meine Freunde hin, die mitten in der Nacht in ein Schwimmbad eingebrochen sind, die die ganze Nacht mit mir zusammen durchgetanzt haben, oder die Zeit dafür hatten, den ganzen Tag einfach mal nur in der Sonne zu liegen?

Plötzlich drehen sich unsere Gesprächsthemen nur noch um Babyklamotten, Schwangerschaftsprobleme und den Frauenarzt. Die Themen, die wir damals so gekonnt vermieden haben, gehören jetzt zu unserem Alltag.

Und obwohl ich es manchmal echt interessant finde, mit meinen Freunden über diese Dinge zu sprechen, muss ich zugeben, dass es mir irgendwie Panik macht! Ich fühle mich noch nicht bereit dafür, eine Familie zu gründen. Muss ich denn jetzt langsam bereit dafür werden?

Mittlerweile bin ich schon fast fünf Jahre mit meinem Freund zusammen und im Dezember wohnen wir bereits zwei Jahre in unserer gemeinsamen Wohnung. Auch bei mir deutet also schon alles in diese Richtung.

Diese Vorstellung macht mir aber gerade ein bisschen Angst und deshalb macht mir dieser plötzliche Babyboom bei meinen Freunden ein wenig zu schaffen. Ich fühle mich auf einmal total eingeengt und bin noch nicht bereit dafür, meine Jugend hinter mir zu lassen.

 

Muss ich mir neue Freunde suchen?

Unsere Zwanziger sind eine Zeit, in der wir uns meistens sehr stark verändern. Manchmal heißt das auch, dass dadurch bestimmte Freunde nicht mehr zu uns passen. Das merke ich gerade sehr. Werte und Hobbys, die man früher gemeinsam hatte, ändern sich und plötzlich sind andere Dinge wichtiger.

Auf einmal verstehe ich mich wieder mit alten Freunden, mit denen ich lange nichts mehr zu tun gehabt habe. Und auf der anderen Seite distanziere ich mich von ein paar Freunden, mit denen ich noch vor kurzem die meiste Zeit verbracht habe.

Es geht dabei nicht nur um das Thema „Familie gründen“, sondern generell um eine neue Lebenseinstellung. Ich habe mich in den letzten Jahren einfach selber sehr verändert und ich merke, dass mir gewisse Freundschaften einfach nicht mehr so gut tun. Aber heißt das jetzt, dass ich diese Freundschaften komplett aufgeben sollte? All die schönen Erinnerungen mit diesen Personen, über die man in fünfzig Jahren noch zusammen lachen könnte?

Sich von Freunden zu trennen ist nicht einfach und vielleicht auch nicht immer notwendig. Manchmal reicht es ja auch, sich einfach nur ein bisschen zu distanzieren und sich mehr auf die Personen zu konzentrieren, mit denen man jetzt mehr gemeinsam hat. Laut dem amerikanischen Autor und Motivationstrainer Jim Rohn, sind wir der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen wir die meiste Zeit verbringen. Wir sollten uns also gut überlegen, welche fünf Personen das sein sollen.

 

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Freundschaften auflösen?

Ob wir bestimmte Freundschaften komplett auflösen sollten, können wir ganz einfach selber beantworten, wenn wir uns ein paar Fragen stellen. Wenn du die folgenden Fragen größtenteils mit „Ja“ beantworten kannst, dann hat das Aufrechterhalten der Freundschaft mit dieser bestimmten Person keinen Sinn mehr.

 

  • Hat die Freundschaft einen schlechten Einfluss auf mich?
  • Verurteilt mich diese Person, wenn ich etwas anders mache als sie?
  • Unternehme ich etwas mit dieser Person, weil ich mich verpflichtet fühle und nicht, weil ich wirklich Lust darauf habe?
  • Redet die Person dagegen, wenn ich etwas neues ausprobieren will?
  • Versucht diese Person, mir meine Träume auszureden?
  • Macht sich die Person oft über mich lustig?
  • Hält mir die Person oft Fehler vor, die ich in der Vergangenheit gemacht habe?
  • Hört mir diese Person eigentlich zu, oder will sie nur von sich selbst erzählen?

 

Was ist wahre Freundschaft?

Wirklich gute Freunde findet man oft schwer. Für mich bedeutet wahre Freundschaft, dass ich komplett ich selbst sein kann, wenn ich mit dieser Person zusammen bin. Es gibt keinen Grund sich zu verstellen, denn diese Person mag mich ganz genau so, wie ich wirklich bin. Die gleichen Interessen zu haben ist, meiner Meinung nach, ebenfalls sehr wichtig. Wahre Freunde unterstützen und ermutigen dich und sind überzeugt davon, dass du alles schaffen kannst, was du dir in den Kopf gesetzt hast.

Sie versuchen nicht, dir etwas auszureden. Das machen nur Menschen, die Angst davor haben, dass du erfolgreich sein könntest, während sie so weitermachen wie bisher. Wahre Freunde gönnen dir Erfolge von ganzem Herzen. Und ich bin wirklich froh, behaupten zu können, dass es ein paar Menschen in meinem Leben gibt, auf die diese Beschreibung zutrifft.

An welchen Freundschaften wir festhalten und welche wir aufgeben sollten, können letzten Endes nur wir selbst entscheiden. Wir alle haben uns verändert und wir werden uns auch weiterhin verändern. Das ist auch gut so, denn sonst wäre das Leben ja langweilig. Wir entwickeln uns immer weiter und manchmal entwickeln wir uns eben weg von bestimmten Personen. Dann wird es Zeit, offen für andere Menschen zu sein, mit denen man mehr Gemeinsamkeiten hat.

Nur wenn wir komplett authentisch sind und uns nicht verstellen, merken wir, wer unsere wahren Freunde sind. Und nur dann können wir auch Freundschaften entwicklen, die wirklich zu uns passen. Und vielleicht halten diese Freundschaften dann auch ein Leben lang.

 

Frage: Wie haben sich deine Freundschaften verändert?

 

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Über den Autor:

Marina-03Marina ist 24 Jahre alt, Studentin und Journalistin und schreibt für ihr Leben gerne. Auf ihrem Blog www.absichtlich-leben.de erzählt sie von sich, ihren Gedanken, persönlichen Erfahrungen und von ihrem Weg, zu 100% sie selbst zu werden, das Leben in vollen Zügen zu genießen und das Beste herauszuholen.