Wer bin ich?

Ich habe das Gefühl, dass ich dir etwas sagen muss, dass ich ehrlich zu dir sein sollte – von Anfang an.

Ich bin nicht perfekt. Mein Leben ist nicht perfekt. Ich bin kein Guru und kein Mr. Know-it-all, der alles kann und alles weiß.

Ich bin Pascal, 23 Jahre alt, Student und ich habe mein Leben alles andere als immer im Griff. Ich zweifle und scheitere, ich liebe und fluche, ich kann vieles und vieles andere überhaupt nicht.

Ich fühle mich mich an manchen Tagen wie der König der Welt und bin sicher, dass ich weiß wo es lang gehen soll. An anderen Tagen bin ich verwirrt und frage mich, ob ich auf dem richtigen Weg bin.

Geht es dir auch manchmal so?

Dann sind wir schon zu zweit.

 

Und plötztlich weißt du nicht mehr wer du bist

Veränderung – das ist das Wort, das mir in den Sinn kommt, wenn ich über die letzten zwei Jahre nachdenke.

Ich bin in den letzten zwei Jahren vom Spielkind zu einem Mann geworden, der seinen eigenen Kopf hat und der Dinge anders sieht als noch vor ein paar Jahren.

Wo ich früher bei keiner Frau etwas anbrennen ließ, mache ich mir heute bei jeder Frau meine Gedanken. Wo ich früher verpeilt und vergesslich war, habe ich heute meine klaren Ziele und Pläne an der Wand hängen. Wo ich früher der Schüler war, der jeden Morgen seine Hausaufgaben an der Bushaltestelle abschrieb und sich mit Mittelmaß zufrieden gab, bin ich heute ehrgeizig und ambitioniert.

Freunde, die mich schon lange kennen, wissen wovon ich spreche. Und werden jetzt vielleicht schmunzeln.

Es ist manchmal für mich selbst ein kleines Rätsel, wie aus einem Faulenzer wie mir, der morgens am liebsten bis um 12 Uhr schlief und nur etwas machte, wenn es dringend notwendig war, der Pascal wurde, der morgens früh aufsteht und freiwillig an seinen Projekten arbeitet.

Manchmal wache ich morgens auf und frage mich selbst wer ich jetzt eigentlich genau bin. Der “alte” oder der “neue” Pascal? Der Draufgänger oder sensible Blogautor, das Spielkind oder der Businessmann?

Ich glaube, ich bin weder der eine noch der andere. Ich bin einfach Pascal, ein normaler twentysomething, der sich in seinen Zwanzigern verändert -und sich manchmal verliert.

Und ich glaube ich bin damit nicht alleine. Jeder von uns geht in den Zwanzigern durch eine Phase der Veränderung , die uns manchmal staunen lässt: “Woohh, bin das wirklich ich gerade?”

Es gibt niemanden, der sich in seinen Zwanzigern – vor allen in seinen frühen Zwanzigern – nicht verändert. Zumindest habe ich keinen Freund, der heute noch genauso denkt und lebt wie vor 2 Jahren. Weil wir uns verändern und neu erfinden müssen, um in der “realen” Welt zurechtzukommen. Um all die Herausforderungen, die uns das Leben in den Zwanziger zuwirft zu schultern – sei es das Studium, die erste Trennung oder eine falsche Entscheidung.

In unseren Zwanzigern zu sein heißt in Bewegung zu sein, Dinge auszuprobieren, Grenzen zu überschreiten, jung zu sein und gleichzeitig älter werden. Es heißt sich zu verändern und zu entwickeln – und manchmal auch sich zu verlieren und nicht mehr genau zu wissen wer man eigentlich ist.

 

“Äh, wer bin ich eigentlich?”

Vielleicht hast du dir diese Frage auch schon einmal gestellt.

Die Antwort ist eigentlich einfach: Ich bin Pascal, 23 Jahre und Student.

Doch ist das alles was wir sind? Unser Name, unser Alter, unser Beruf? Sollten wir uns darauf beschränken lassen?

Ich finde nicht.

Jeder von uns ist sein eigener Charakter, einzigartig und unvergleichbar. Wir sind mehr als unsere Social-Media Profil und das, was andere über uns denken. Jeder von uns hat seine eigene Identität, mit seinen eigenen Träumen und Ängsten, mit seinen Stärken und Schwächen, mit seinen Werten und Zielen.

In unseren Zwanzigern verschwimmt diese Identität.

Farben laufen ineinander und verändern unser Selbstbild. Das ist manchmal schwierig für uns zu verstehen, aber irgendwie auch großartig mitzuerleben. Es ist wie eine Metamorphose zu beobachten, bei der aus einer Raupe langsam aber sicher ein Schmetterling wird, der plötzlich fliegen kann und in seinem eigenen Flugschlag durch die Lüfte segelt.

Wir sind momentan noch die Raupe. Wir haben schon einige Häutungen hinter uns, aber wir befinden uns noch immer im wohligen Kokon. Um diesen als Schmetterling zu verlassen, müssen wir einen wichtigen Schritt machen: Unsere eigene Identität finden.

Denn je besser wir wissen wer wir sind und für was wir stehen, desto

  • eher werden uns Menschen respektieren.
  • eher werden wir wirklich tiefe und ehrliche Freundschaften knüpfen können.
  • eher werden wir mit unseren Talenten und Stärken wirklich das erreichen, was wir erreichen wollen.

Vor einigen Wochen habe ich eine tolle Übung von tinybuddha entdeckt. Die Übung enthält 5 Fragen, die dir helfen deine eigene Identität zu finden.

Ich habe diese Übung selbst gemacht und möchte dir meine Antworten als Inspiration mitgeben. Ganz nebenbei erfährst du noch etwas über mich.

1. Wer oder was wärst du, wenn du wüsstest, dass du nicht scheitern kannst?

Wenn ich wüsste, dass ich nicht scheitern kann, dann wäre ich noch risko- und abenteuerlustiger. Ich wäre noch selbstbewusster und ehrgeiziger dabei, meine Träume zu leben.

2. Wie würdest du dich in fünf Sätzen so beschreiben, damit andere verstehen wer du bist?

Ich bin ein sehr herzlicher Mensch, der nach außen hin sehr selbstbewusst wirkt, aber nach innen sensibel und emotional ist. Ich erzähle gerne mit anderen Menschen und gehe in Gesprächen auf. Ich mag es ab und an im Mittelpunkt zu stehen und dann wieder alleine für mich selbst zu sein. Ich bin leider nicht immer pünktlich und Ordnung zu halten gehört nicht zu meinen Stärken (sorry liebe WG-Mitbewohner). Ich bin eigentlich glücklich und bin erfolgreich – und zweifel doch immer wieder an mir selbst.

3. Was sind deine wichtigsten Werte?

Meine wichtigsten Werte habe ich in meinem Journal aufgeschrieben und lese sie mir immer wieder durch. Sie geben mir Orientierung und helfen mir mich in schwierigen Situationen richtig zu entscheiden.
• Liebe
• Ehrlichkeit
• Hilfsbereitschaft
• Nettsein
• Führen
• Freundschaft
• Entdecken
• Dankbarkeit
• Lernen
• Durchhaltevermörgen
• Freude am Leben

 

Möchtest du deine Zwanziger zur besten Zeit deines Lebens machen? 

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4. Was macht dich wirklich glücklich?

Was mich wirklich glücklich macht, sind die kleinen Dinge in meinem Leben wie zum Beispiel:

    • Ein herzliches Lächeln
    • Das Gefühl etwas getan zu haben, das zählt
    • Ein gutes Buch und ein bequemes, warmes Bett
    • Ein ehrliches und aufrichtiges „Dankeschön“ oder „Schön, dass du da bist“
    • Ein tolles Gespräch bei einem Bier oder Glas mit einem guten Freund
    • Warme Sonnenstrahlen, wenn ich morgens mit dem Rad zur Uni fahre
    • Frei zu sein und das zu tun worauf ich Bock habe, wie zum Beispiel nachts zum See fahren und spontan dort zu schwimmen
    • Eine Umarmung und/oder ein Kuss von jemanden, den ich mag

5.Falls du alles Geld der Welt hättest, was würdest du mit deinem Leben anstellen?

Falls ich alles Geld der Welt hätte, würde ich als erstes meine Eltern und mein Familie zu einem unvergesslichen Wochenende einladen und mit ihnen jeden Abend zusammen essen, feiern und lachen.Dann würde ich Schulen für Kinder und Jugendliche aufbauen und ihnen dort als Lehrer das beibringen, was sie für ihr Leben brauchen und sie wirklich weiterbringt. Vielleicht würde ich auch ein Unternehmen gründen. In meinen freien Monaten würde ich mit meinen Freunden und meiner Frau in exotische Länder reisen, fremdes Essen essen, neue Sprachen lernen und tagsüber in der Hängematte lesen oder an meinem Buch schreiben.

 

Unsere Zeit ist jetzt – Worauf wartest du?

Ich glaube, dass unsere Zwanziger die beste Zeit sind, um unsere Träume zu verwirklichen und unser Leben in vollen Zügen zu leben.

Wir sind jung, gut ausgebildet und haben wenig zu verlieren.

Einer meiner größten Träume ist es mal erfolgreich mit etwas zu sein, das Menschen hilft ihr Leben zu verbessern. Was dieses „etwas“ genau ist weiß ich noch nicht genau. Ich glaube aber, dass diese Website ein guter Weg ist, um es herauszufinden.

Diese Website ist einer der ersten Schritt meinen Traum zu verwirklichen. Dafür arbeite ich jede Woche unzählige Stunden – kostenlos, aber leidenschaftlich. Um dir zu helfen und dich zu ermutigen dein Leben in die Hand zu nehmen, auch wenn du Angst hast und zweifelst.

Ich zweifle auch oft an mir. Ich nehme mir Kritik sehr zu Herzen. Ich habe Angst zu scheitern.

Und trotzdem gehe ich meinen Weg weiter, weil ich glaube, dass wir nur durchs Weitergehen unser Ziel finden können.

Unsere Zwanziger sind die verwirrensten, schönsten und vor allem wichtigsten Jahre unseres Leben.

Es sind die Jahre, in der wir die Grundlage für den Rest unseres Lebens legen. Es sind die Jahre, in der wir uns für ein Studium und eine Karriere entscheiden, unseren Lebenspartner finden, unsere meisten „first times“ erleben und unseren Charakter noch einmal wesentlich verändern.

Es ist eine Phase in der Dinge, für die wir uns entscheiden – oder eben nicht entscheiden – einen riesigen Einfluss auf unsere nächsten Jahre haben.
Unsere Zwanziger sind sozusagen eine “once-in-a-lifetime Möglichkeit” unser Leben in die richtigen Bahnen zu lenken – ohne später viel korrigieren zu müssen.

Deshalb sollten wir unsere Zwanziger – bei allem Spaß – ernst nehmen. Wir sollten sie nutzen, um eine Grundlage aus großartigen Erfahrungen, tollen Menschen, guter Bildung und einem festen Charakter zu schaffen, von der wir den Rest unseres Lebens profitieren.

Um dir dabei zu helfen, habe ich diese Website gegründet. Und um den ersten Schritt zu machen, stelle ich dir eine Frage:

 

Wer bist du eigentlich?

 

Ich würde mich freuen, wenn du es mir sagst.

PS: Falls dir der Post geholfen hat, dann teile ihn doch mit deinen Freunden und allen twentysomethings, die ihre Zwanziger richtig leben wollen.

Pascal Keller

Pascal ist Gründer und Autor des twentysomething 1x1. Er hat zwar nicht alle Antworten auf das Leben als twentysomething, aber er versucht sie zu finden und damit anderen jungen Menschen zu helfen ihre Zwanziger zur besten Zeit ihres Lebens zu machen.
  • Christopher Batke

    Ein schöner Artikel. Ich mag die Verletzlichkeit die du zeigst. Meine Erfahrung ist, dass je ehrlicher ich mich in der Welt zeige, d. h. auch mit meinen Ängsten und Schwächen, Sorgen und Zweifeln auftrete, desto stärker sehen mich die Menschen. Schwäche zu zeigen ist also für mich eine ganz besondere Stärke und Qualität. Danke, dass du dies so proaktiv in die Welt bringst.

    Um deine Frage zu beantworten: Wer bist du eigentlich?

    –> Ich bin der, der hilft. Ich bin eine Ideenmaschine. Wenn ich mich mit vielen total unterschiedlichen Themen und Projekten gleichzeitig beschäftigen kann, dann blühe ich auf. Genau wie du erlebe auch ich Schwankungen zwischen Flow/Inspiration und Niedergeschlagenheit und Zweifeln. Die Fähigkeit Verbindungen zu sehen zwischen vielen unterschiedlichen Themen und den Menschen mit meinem großen, stets präsenten Reportoire helfen zu können indem ich versuche intuitiv genau das aus meiner Schatzkiste zu holen, was dieser Mensch vor mir gerade braucht, ist meine größte Stärke, eines meiner Kerntalente. Ich habe jedoch gelernt, dass jedes Kerntalent einen Kernschatten haben kann. In meinem Fall ist das der ständige Hang zur Überforderung. Ich bewege mich stets in einem Grenzbereich, nehme mir alle paar Wochen wieder zu viel vor und muss sehr, sehr genau darauf achten, dass ich regelmäßíg spüre, was ich nun wirklich gerade brauche.

    Das ist ein ewiges hin und her, wie ein Pendel, das in alle Himmelsrichtungen schwingt.

    Darüber hinaus bin ich ein Zweifler, ein Kritiker, ein hoffnungsfroher Idealist, ein Freund, ein Sohn, ein Bruder, ein Partner, ein Sportler, ein Spielkind. Ich liebe es groß zu denken und gleichzeitig mit kleinen Babyschritten zu handeln. Ich lerne gerne, ich gebe gerne. Mein größter Lohn ist das Lächeln und eine herzliche Umarmung, wenn ich einen Mensch ein paar Schritte auf seiner Reise begleiten durfte.

    Ich strebe nach innerem Wachstum und gleichzeitig nach globaler Transformation. Ich versuche heraus zu finden, wo ich am meisten gebraucht werde und gebe dann alles was ich habe in der Hoffnung so etwas von dem zurückgeben zu können, was mir geschenkt wurde. Und ich liebe es anderen Menschen dabei zu helfen eine ähnliche Reise zu beschreiten.

    Ich bin ein Forscher und Entdecker, ich tue gerne worüber andere nur reden. Ich erlaube mir zu scheitern und probiere mich möglichst häufig aus meiner Komfortzone zu begeben.

    Ich bin unperfekt, ich mache Fehler. Jede Woche, vielleicht sogar jeden Tag. Aber anstatt um Erlaubnis zu bitten, gestatte ich mir selbst immer mehr Freiheit und bitte im Nachhinein lieber um Entschuldigung. Ich möchte sehen was passiert, wenn man die Dinge etwas anders angeht.

    Obwohl ich schon glaube sehr viel über mich zu wissen, merke ich doch, dass mein Horizont noch sehr eng ist. Es gibt da draußen noch sehr viel Lehrer für mich, aber es ist kein Widerspruch mal Lehrer, mal Schüler zu sein. Vielleicht sind wir in Wahrheit sogar in jedem Moment beides.

    Zwei Sinnsprüche, die mich aktuell sehr prägen:

    “Call me crazy, but i love to see poeple happy and succeeding!”

    “Do not go where the path may lead you, go instead where there is no path and leave a trail!”

    Das hat Spaß gemacht, jetzt habe ich ein bisschen schlechtes Gewissen, so viel über “ICH” und “MICH” geschrieben zu haben. So bin ich halt =)

  • Monya Pendi

    Ein richtig toller Artikel!! Ich mag es sehr gerne, dass du sagst, dass du auch nicht perfekt bist.
    Denn ich glaub das ist keiner von uns 🙂 Das mach uns menschlich und dich noch sympathischer.

    Du hast total recht, wenn ich die letzten 3 Jahre meines Studiums anschaue, habe ich eine unglaubliche Veränderung durchgemacht und ich bin wirklich stolz darauf.

    Ein, zwei Worte zu mir:
    Ich bin ängstlich und doch überwinde ich meine Ängste. Bin oft sehr selbstbewusst, aber innen sind die Selbstzweifel. Ich lache gerne. Ich strahle gerne mit der Sonne um die Wette. Begeistere Menschen mit leuchtenden Augen. Habe eine ziemlich gute Menschenkenntnis und bin umso enttäuschter, wenn ich mich doch einmal irre.

    Das muss fürs erste reichen 😉

    Ich drück dich,
    Monya