Die Zeit in der ich verloren war

Ich hatte in den letzten Monaten oft über meine Zukunft nachgedacht.

Eines Tages würde ich einen Job machen, der mir wirklich Spaß macht, endlich Klavier spielen lernen und die Welt bereisen. Ich würde Spanisch sprechen, einen Tandemsprung wagen und in einer anderen Stadt leben. Ich würde meine Traumfrau kennenlernen und mit ihr um die Welt reisen.

Ich würde das alles tun. Ja, irgendwann. Nach dem Studium. Spätestens nach dem Berufseinstieg. Irgendwann…

Ich saß im Büro. Es war ein regnerischer Dienstagmorgen. Zum fünften Mal schaute ich mittlerweile innerhalb einer Minute auf mein Handy. Es war tatsächlich immer noch nicht später geworden. Noch über vier Stunden bis zum Feierabend. Oh man…Vor meinen Augen lag eine endlose Excel-Tabelle. Um mich herum angestrengt schauende Kollegen, die auf ihren Tasten tippten –  dann dieser Gedanke.

»Was, wenn dieses “irgendwann” nie kommt? Was, wenn ich an meinem 30. Geburtstag zurückblicke und realisiere, dass ich nie das getan habe, was ich tun wollte?«

Der Gedanke traf mich wie die Mücke ein Scheibe.

Ich starrte aus dem Fenster raus und dachte über die letzten paar Monate nach. War ich wirklich glücklich mit dem was ich tat? Wollte ich so wirklich für den Rest meiner Zwanziger weitermachen?

 

Ein Gedanke

Ich war 22 Jahre alt und zu dieser Zeit hatte ich noch nie etwas von einer Viertelleben-Krise gehört. Ich hatte keinen Ausdruck und keine Plattform, um das Gefühl zu beschreiben, das ich an diesem Tag hatte. Ein Gefühl, das ich nicht einfach ignorieren konnte und das mir einen Gedanken in den Kopf presste:

»Pascal, du musst was tun! Die Zeit ist jetzt und nicht irgendwann!«

Doch was will ich überhaupt tun? Was will ich mit meinem Leben anstellen? Was will ich mal erreichen? Was sind überhaupt meine Ziele und Träume?

Ich hatte keinen Plan. Und wenn ich kein Plan sage, dann meine ich gar keinen Plan.

Ich war komplett unsicher. Überfordert von der Last, meine Zukunft ab jetzt in die Hand zu nehmen. Doch es war Zeit dafür. Bald würde mein Studium vorbei sein und ich vor einem neuen Lebensabschnitt stehen. Und spätestens dann musste ich Antworten auf meine Fragen haben.

 

Der Beginn einer Suche

Ich entschied mich, meine Antworten zu finden, indem ich sie einfach suchte.

Ich begann meine Suche, indem ich mir alle möglichen Bücher, die ich über Persönlichkeitsentwicklung und Berufsfindung finden konnte, bestellte. Es waren so viele Bücher, dass mein kleiner Schreibtisch kaum noch zu sehen war.

Ich las nachts stundenlang über Erfolg und Glück. Ich schaute Videos auf YouTube und besuchte Seminare. Ich tat vieles, um meinen Antworten näher zu kommen.

Die Antworten fand ich aber nicht in Büchern, Videos und Seminaren. Diese Dinge waren wichtig, um mir neue Ideen zu geben. Den entscheidenden Schritt machte ich aber erst, als ich anfing mit anderen  twentysomethings über meine Fragen zu reden.

Oft saß ich mit meinen Studienkollegen bei einem Bier zusammen und wir diskutierten (oder je nach der Anzahl der Biere „philosophierten“) darüber, was wir nach unserem Bachelor mit unserem Leben anstellen wollten.

Ich merkte, dass ich mit meinen Fragen und Gedanken nicht alleine war.  Niemand von meinen Kumpels hatte so richtig einen Plan, was er mit seinem Leben anstellen will. Jeder hatte Angst vor dem, was in den nächsten Jahren kommen würde.

 

Wir haben mehr gemeinsam als wir denken

Während der Suche nach Antworten auf meine Fragen, stellte ich eines immer und immer wieder fest:

Neben all den Unterschieden in unseren Lebenswegen und in unseren Zielen, teilen wir im Grunde die gleichen verwirrenden Fragen und Erfahrungen miteinander.

Egal ob Mexikanerin oder Deutscher, egal ob Anfang Zwanzig oder Ende Zwanzig, egal ob Masterabschluss oder kein Schulabschluss, egal ob Single oder verheiratet, egal ob Banker oder Lehrer – das Leben in den Zwanzigern konfrontiert uns alle früher oder später mit den gleichen Herausforderungen!

  • plötzlich alleine zurechtzukommen und Verantwortung für unser Leben zu übernehmen
  • die ersten eigenen Rechnungen zu bezahlen und nicht genug Geld dafür zu haben
  • eine schmerzhafte Trennung von der ersten großen Liebe
  • zerbrochene Freundschaften nach der Schule oder dem Studium
  • das Gefühl nicht wirklich reinzupassen und nicht zu wissen wie es weitergeht
  • den richtigen Job zu finden
  • wichtige Entscheidungen treffen

Ja, wir haben mehr gemeinsam, als wir denken.

Das vergessen wir manchmal. Wir glauben, weil wir in einer anderen Kultur leben, anders aussehen, andere Dinge tun oder andere Freunde haben, unsere Probleme in den Zwanzigern einzigartig sind. Dass nur wir nicht wissen, wohin es gehen soll. Dass nur wir uns verloren und unsicher fühlen.

Aber: Wir sind nicht alleine!

Ich habe in den letzten drei Jahren hunderte twentysomethings kennengelernt und keinen einzigen getroffen, der einen Masterplan für die Zwanziger hatte. Vielleicht habe ich die falschen twentysomethings kennengelernt, das mag sein. Sicherlich gibt es einige junge Menschen da draußen, die genau wissen was sie wollen – ich gehöre leider nicht dazu. Und die Mehrheit aller twentysomethings auch nicht.

Wir sitzen alle im gleichen Boot. Das Boot heißt “Erwachsenwerden“.

Doch obwohl wir zusammen drin sitzen, rudert jeder für sich. Jeder versucht alleine eine Orientierung in der “realen” Welt zu finden und die Höhen und Tiefen des Erwachsenwerdens zu meistern. Das kostet für jeden von uns verdammt viel Kraft und Energie.

Deshalb habe ich mir eine Frage gestellt:

»Wäre es nicht sinnvoller, gemeinsam unseren Weg ins Erwachsenenleben zu gehen und gemeinsam Antworten auf unsere Fragen finden, statt als Einzelkämpfer?«

Ich finde schon.

Ich glaube, wir  brauchen endlich einen Raum, in dem wir uns austauschen können. In dem es okay ist, nicht zu wissen, wie es weitergehen soll. In dem es okay ist, über Dinge zu reden, die uns sonst so peinlich sind, dass wir sie nur mit dem allerbesten Freund oder der allerbesten Freundin teilen.

Eine Plattform, auf der wir praktische Ratschläge von anderen twentysomethings bekommen, die mit den gleichen Herausforderungen kämpfen wie wir und schon einen Lösungsweg gefunden haben.

Genau diese Plattform soll dieser Blog hier sein.

 

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Mir geht es mit diesem Blog darum, dich zu inspirieren und dir zu helfen, die Zwanziger zu leben, die du dir erträumt hast!


Lass uns den Weg gemeinsam gehen

Die letzten zwei Jahre – und speziell das letzte Jahr – waren für mich persönlich eine außergewöhnliche Zeit, in der ich unglaublich viel lernen durfte.

Natürlich weiß ich heute immer noch nicht genau, was ich mit meinem Leben anstellen möchte. Noch immer habe ich nicht alle Antworten auf meine Fragen gefunden. Aber das ist mir mittlerweile gar nicht mehr so wichtig.

Viel wichtiger ist für mich das Gefühl, dass ich in den letzten zwei Jahren meine Zwanziger wirklich gelebt habe.

Ich habe Klavier spielen gelernt (zumindest ein bisschen). Ich kann Spanisch sprechen. Ich bin nach Mexiko gereist. Ich habe in verschiedenen Städten gelebt und Freunde auf der ganzen Welt gefunden.

Ich habe aus vielen “irgendwann” ein “jetzt” gemacht.

Das alles sage ich dir nicht, um anzugeben oder um dir zu zeigen, was für ein toller Hecht ich bin. NEIN, ganz und gar nicht!

Ich sage dir das, weil ich weiß, wie es sich anfühlt verloren und voller Fragen zu sein. Ich weiß, wie es sich anfühlt, nicht zu wissen, wohin der nächste Schritt gehen soll. Ich weiß, wie es ist, wochenlang nach dem richtigen Studiengang zu suchen und nicht zu wissen, für was man sich entscheiden soll. Ich war da. Und bin es heute immer noch.

Ich habe mich jedoch entschieden, mich nicht von der Angst und Unsicherheit, die unsere Zwanziger mit sich bringen, stoppen zu lassen. Stattdessen versuche ich, diese wunderbare Zeit voll auszunutzen, indem ich jeden Tag meiner Zwanziger wirklich lebe und aus Träumen Realität mache.

Wenn du das auch möchtest, dann hast du hier und heute dein neues Zuhause gefunden.

Ich hoffe, mein Blog hilft dir dabei, deinen Weg zu finden und deine Zwanziger so zu leben, wie du sie dir immer vorgestellt hast.

 

Lass uns gemeinsam auf die Reise gehen und unsere Zwanziger zur besten Zeit unseres Lebens machen!

 

Das solltest du als nächstes lesen!

Pascal Keller

Pascal ist Gründer und Autor des twentysomething 1x1. Er hat zwar nicht alle Antworten auf das Leben als twentysomething, aber er versucht sie zu finden und damit anderen jungen Menschen zu helfen ihre Zwanziger zur besten Zeit ihres Lebens zu machen.

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  • Monya Pendi

    Genau mein Gedankengang! Ein Leben lang 9 to 5? Nein! Den perfekten Mann zum um die Welt reisen finden? Ja! Ich denke wir haben einen ziemlich ähnlichen Anspruch, was die Vorstellung vom perfekten Leben angeht. Halt daran fest und gib alles deinen Traum zu verwirklichen 🙂 Vielleicht haben wir beide das Glück und erreichen unseren Traum!

    • Pascal

      Hey Monya,

      Danke für deine Unterstützung und danke für deine lieben Worte!

      Dass wir beide einen ähnlichen Anspruch ans Leben haben, wurde uns ja schon klar 🙂

      Vielleicht können wir ja irgendwann mal zusammen die Welt bereisen. Was hälst du davon?

      Saludos,
      Pascal

      • Monya Pendi

        Da bin ich doch sofort dabei 😉