Der ultimative Guide-min

Wir werden Generation Maybe, Millennials oder auch die Generation ohne Eigenschaften genannt. Wir werden als übermütig, desinteressiert, unreif und faul beschrieben. Wir wissen, dass 80% der bedeutendsten Ereignisse unseres Lebens vor unserem 35. Geburtstag stattfinden, aber hören anstatt unser Leben in die Hand zu nehmen lieber die x-te Geschichte von anderen twentysomethings, die die Welt verändert haben. Wir wissen intuitiv, dass das Fundament, das wir in unseren Zwanzigern legen, uns für den Rest unseres Lebens begleiten wird. Wir wissen, welche Fehler wir nicht machen sollten und machen sie trotzdem. Wir sind eine Generation auf der Suche nach dem großen Sinn des Lebens. Ich weiß das, denn das ist meine Generation.

Nicht zu wissen, wie es weitergeht, ist für meine Generation eines der schlimmsten Gefühle überhaupt. Das Gefühl, die Zwanziger nie wirklich gelebt zu haben, fürchten viele von uns jedoch noch mehr als das Gefühl orientierungslos zu sein.

Hier sind nun einige Ratschläge – manche aus meinen eigenen Erfahrungen und viele aus den Erfahrungen anderer twentysomethings – die dir helfen, deine Zwanziger erfolgreich zu meistern und deine Zwanziger wirklich zu leben.

 

Der ultimative Guide, um deine Zwanziger zu meistern

1. Erkunde und „Don`t settle“

Manche twentysomethings wissen genau, was sie nach der Schule machen möchten, während andere komplett ahnungslos sind. Wenn du zu den letzteren gehörst, werden dir eine Menge Leute in deiner Nähe – Eltern, Freunde, Bekannte – wahrscheinlich Druck machen, endlich herauszufinden, was du mit deinem Leben anstellen willst. Sie werden dich unter Druck setzen, einen Job anzunehmen, nur um einen Job zu haben. Sie werden dich unter Druck setzen, in diesem Job zu bleiben, auch wenn du ihn nicht magst, weil er dir Sicherheit und Ansehen bringt. Warum sie das machen? Weil Risiken eingehen eben verdammt gefährlich ist und Sicherheit immer gewinnt.

Ich sehe das anders und sage dir:

Hab keine Angst Dinge auszuprobieren und zu erkunden bis du gefunden hast, das wirklich zu dir passt. Vielleicht hast du Glück und findest es beim ersten Versuch. Aber meistens brauchst du zwei, drei oder auch fünf Versuche, um das zu finden, was dich erfüllt. Möglicherweise musst du ein paar Jobs ausprobieren, die du nicht magst oder Zeit mit Menschen verbringen, die du nicht magst. Das kann hart sein für eine gewisse Zeit. Aber nichts ist härter, als ein Leben mit etwas zu verbringen was dir nicht gefällt.

Für mich ist Steve Jobs in dieser Hinsicht ein Vorbild und ich möchte dir seine Rede mit auf den Weg geben:

 

2. Entwickle deine eigne Lebensphilosophie

Jeder von uns wird in seiner Kindheit von seinen Eltern, Lehrer und andere Autoritätspersonen beeinflusst. Dinge wie deine politische Zugehörigkeit, deine Religion, dein Weltbild und deine Werte werden weitestgehend von deinen Eltern bestimmt. An ihnen orientierst du dich beim Aufwachsen und von ihnen schaust du dir vieles ab. Das ist völlig normal.

Einer der wichtigsten Momente beim Erwachsenwerden ist es jedoch, sich von der Beeinflussung seiner Eltern und seines Umfeldes zu lösen und seine eigene – ganz persönliche – Lebensphilosophie zu entwickeln. Nur wenn du es schaffst zu bestimmen was für dich „richtig“ und „falsch“ ist, welche Werte für dich zählen und welche Dinge für dich unabdingbar sind,  wirst du deine Zwanziger so leben können, dass sie dich glücklich machen.

In seiner eigenen Haut und mit seinem eigenen Kopf zu leben ist nicht leicht und kaum jemand schafft es sich komplett von den Vorstellungen und Erwartungen anderer loszulösen. Aber das ist auch gar nicht der Punkt. Der Punkt ist schrittweise seine eigene Lebensphilosophie zu entwickeln, um das Leben zu führen, das einen selbst – und nicht andere – glücklich macht.

 

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3. Lerne mit schweren Zeiten umzugehen

Mein Opa hat es immer zu mir gesagt: „Pascal, erst die Arbeit und dann das Vergnügen!“ Und er hatte Recht damit, wie ich in den letzten Monaten festgestellt habe. Die schönsten Dinge in unserem Leben passieren nicht einfach so, sondern sie sind das Resultat langer Vorbereitung, gemachter Fehler und harter Arbeit.

Keinen Bachelorabschluss, keine Freundschaft, keine Preise bekommen wir einfach so. Fast immer sind Schmerzen, Tränen und schwere Momente damit verbunden. Und das ist gut so, denn nur wenn wir durch die schweren Zeiten gegangen sind, können wir die guten Zeiten wirklich wertschätzen.

»Es wird niemand kommen und dir den Pokal einfach so gegeben. Du musst ihn dir schon verdienen.«

Wenn du dich also gerade in einem Job befindest, mit dem du total unzufrieden bist oder gerade eine schmerzhafte Trennung hinter dir hast, dann werde dir bewusst: Schwere Zeiten gehören im Leben dazu. Aber – und das ist die gute Nachricht – jede schwere Zeit hilft dir zu wachsen und nach jedem Tief kommt gewöhnlich ein Hoch.

Wenn du lernst, mit schwierigen Momenten in deinen Zwanzigern umzugehen und lernst, sie zu meistern, machst du einen großen Schritt hin zu einem glücklichen Leben. Die Fähigkeit schwere Zeiten zu überkommen – das musste ich selbst lernen – ist mindestens genauso wichtig wie die Fähigkeit gute Zeiten zu genießen. 

 

4. Höre nie auf zu lernen und dich zu verbessern

Hör niemals auf zu lernen

Viele twentysomethings denken, wenn sie ihren Hochschulabschluss in den Händen halten: „Yeah, endlich! Nie mehr lernen!“  Wenn du zu diesen twentysomethings gehörst, dann machst du einen der größten Fehler, den du machen kannst, weil…

»The Day We Stop Learning is the Day We Stop Growing, or Even Worse, it is the Day We Start Dying« – Dr. Anthony Gambale

Wenn du dir die erfolgreichsten Menschen auf dieser Welt anschaust, egal ob Christano Ronaldo, Warren Buffet oder Michael Jordan, dann merkst du, dass sie alle etwas gemeinsam haben: Sie sind lebenslange Lerner und wollen sich jeden Tag verbessern. Für sie ist jeder Tag, an dem sie sich nicht verbessern ein Rückschritt. Sie gehen raus und trainieren und lernen – jeden Tag. Genau deshalb sind sie so erfolgreich, nicht weil sie Glück und Talent haben.

Nimm dir also jeden Tag mindestens 30 Minuten Zeit, um etwas zu lernen, dass du noch nicht kannst. Es wird dir am Anfang vielleicht schwer fallen und dich frustrieren, aber irgendwann wirst du es beherrschen und ein Leben lang davon profitieren. Je mehr du weißt und je mehr du kannst desto bessere Chancen hast du in deinen Zwanziger – egal ob auf dem Arbeitsmarkt, dem Liebesmarkt oder dem Einkaufsmarkt. Der Cleverere gewinnt immer; es ist nur eine Frage der Zeit.

Wenn du mehr darüber wissen willst, warum du nie aufhören solltest zu lernen, dann schau dir diese Infographic an.

 

5. Deine Einstellung zählt nicht dein Talent

Einstellung zum Leben

Ich kenne einige twentysomethings, die in der Schule nicht die größten Leuchten waren – ich war einer davon. Während ich nie einen 1 Komma Schnitt erreicht habe und immer für Kursarbeiten lernen musste, fiel es anderen leicht außergewöhnlich leicht gute Noten zu schreiben. Wenn ich jedoch heute schaue, was die Überflieger aus meiner Schulzeit machen, dann stelle ich fest, dass nur die wenigstens etwas aus ihrem Talent gemacht haben. Die meisten sind in der „realen“ Welt gescheitert und – das ist für mich das bemerkenswerte – weit hinter den durchschnittlichen Klassenkameraden von damals zurück.

Für mich macht das eines ganz deutlich: Nicht Talent, sondern deine Einstellung und dein Wille bestimmen deinen Erfolg und dein Glück. Glück ist erzwingbar. Egal ob das in der sportlichen Karriere oder in der  beruflichen Karriere ist. Irgendwann kommt in jeder Karriere in der Talent allein nicht mehr ausreicht, weil alle ungefähr gleich gut sind. Wer sich dann durchsetzt ist derjenige, der die Einstellung mitbringt, sich unbedingt durchsetzen zu wollen. Derjenige, der gelernt hat hinzufallen und wieder aufzustehen. Derjenige, der den absoluten Siegeswillen in sich trägt.

Die Ausrede „Ich hab dafür halt kein Talent“ zählt also nicht mehr. Talent ist überbewertet. Was zählt ist deine Einstellung Dinge anzupacken und zu Ende zu bringen. Nicht mehr und nicht weniger.

 

6. Jage Erfahrungen nach, nicht Geldscheinen
Erfahrungen

Vor einem 30 Meter Wasserfall – so fühlt es sich an lebendig zu sein!

Erfahrungen sind das, was das Leben lebenswert machen und nicht materielle Dinge. Positive Erfahrungen führen langfristig zu Zufriedenheit und nicht Geld, wie Dr. Thomas Gilovich, ein Psychologie Professor von der Cornell University herausgefunden hat.

Wenn du also Dinge hast, die du ausprobieren willst, dann tue sie –JETZ! Deine Zwanziger sind die Jahre, in denen du nichts wirklich zu verlieren hast. Wenn du also einmal um die Welt reisen willst, dann tue es. Lass dir nicht von anderen Leuten sagen, dass es unvernünftig ist. Unvernünftige Dinge sind meistens die besten Dinge.

An deinem 30. Geburtstag ziehst du ein Fazit über deine Zwanziger- so oder so. Ist es dann nicht besser zu sagen: „Alter Schwede, ich habe eine Bachelor, ich war in verschiedenen Ländern, ich habe einen Bungee Sprung gemacht, ich habe eine Welle gestanden, ich habe in verschiedenen Städten gelebt, ich habe so viele geile Sachen gemacht!“anstatt „ Joa, war gemütlich und sicher!“

Am Ende sind unsere Zwanziger die Summe unserer Erlebnisse und nicht die Summe unserer Gehälter. Erfahrungen, vor allem außergewöhnliche Erfahrungen, sind das von wir später unseren Kindern erzählen.

Was willst du mal deinen Kindern erzählen?

 

7. Schreibe deine eigene Heldengeschichte

Schreibe deine eigene Heldengeschichte

Wir Menschen lieben Helden. Wir lieben Menschen, die etwas Außergewöhnliches tun. Die anders sind, als der Rest und ihren eigenen Weg gehen. Wir sehen sie jeden Tag im Fernsehen, wir jubeln ihnen zu und holen uns Autogramme von ihnen. Wir denken „Cool, so wäre ich auch gern!“, nur um dann wieder die Klotze anzuschalten und den Gedanken zu vergessen.

Warum fängst du stattdessen nicht an deine eigne Heldengeschichte zu schreiben? Eine Geschichte, die andere Menschen bewundern. Eine Geschichte, die andere Menschen inspiriert und motiviert. Du kannst es tun; jetzt und sofort.

Gründe ein Start-Up wie zum Beispiel Julian Hessler. Sei der Leader eines Movements wie Ben Paul mit Anti-Uni. Mache verrückte Dinge wie Felix Starck. Gründe einen Blog, der die Welt verändert oder deine eigene Tribe.

Traue dich und sei der Held deiner eigenen Geschichte. Die Welt erwartet dich

 

8. Lerne Beziehungen aufzubauen

Netzwerken Schlüssel zum erfolg

Die meisten twentysomethings denken, dass Skills und Qualifikationen die Schlüssel für eine erfolgreiche Karriere sind. Doch es gibt da einen Schlüssel, der dir noch viel mehr Türen öffnet. Er heißt: Kontakte. Die besten Jobs, die Jobs, die jeder haben will, werden gar nicht ausgeschrieben. Sie werden unter der Hand vergeben an Leute, die die richtigen Kontakte haben.

Netzwerken ist deshalb ein ganz entscheidender Skill, der dich dahin bringt wo du hin willst. Du musst “nur” die richtigen Menschen kennenlernen und eine Beziehung zu ihnen aufbauen und dir werden Türen geöffnet, die für 98% aller twentysomethings verschlossen bleiben.

Wenn du also das nächste Mal auf ein Event gehst, dann habe den Mut und sprich Menschen an. Komme ins Gespräch und befreunde dich mit ihnen. In Zeiten von Social Media ist das leichter als je zuvor. Je besser deine Kontakte und je besser deine Beziehungen sind desto besser stehen deine Chance, das zu bekommen was du willst.

Wenn du nicht weißt, wie du  Networking richtig funktioniert, dann empfehle ich dir als Einstieg das Buch „Never eat alone“ von Keith Ferazzi.

 

9. Lerne zu sparen

Geld sparen twentysomethings

Dieser Punkt ist für mich einer der schwierigsten Punkte überhaupt.

Bisher sah mein Leben so aus: 1000 am Anfang des Monats rein. 1000 Euro am Anfang des Monats raus. Manchmal sogar noch mehr. Ohne meine Eltern – das muss ich zugeben  – wäre ich schon ein paar Mal komplett aufgeflogen gewesen; broke and poor. Ich hätte weder meine Miete noch mein Essen zahlen können,

Geht es dir auch so?

Dann wird es Zeit etwas zu ändern. Wir sollten gemeinsam lernen besser mit unserem Geld umzugehen und vor allem zu sparen. Auch wenn sich das so verdammt uncool anhört, ist es so verdammt wichtig. Nur mit dem Geld, dass du gespart hast, kannst du dir einen Großteil deiner Träume erfüllen; sei es deine langersehnte Weltreise, deine eigene Wohnung oder dein eigenes Auto.

»Ohne Gespartes werden viele Träume für immer Träume bleiben – leider«

Wenn du wissen willst wie du richtig sparst und investierst dann empfehle ich dir Ramit Sethi’s I Will Teach You To Be Rich. Ich habe es selbst gelesen und fand es super hilfreich.

 

10. Wähle deine Freunde sorgsam aus

Freunde twentysomethings

Es gibt ein sehr wichtiges Sprichwort von Jim Rohn:

»Du bist der Durchschnitt der 5 Menschen, mit denen du am meisten Zeit verbringst«

Denke mal darüber, was deine fünf wichtigsten Beziehungen für dich tun. Unterstützen sie dich in deinen Träumen und Zielen? Oder halten sie dich davon ab? Pushen sie dich das Bestmögliche aus dir herauszuholen oder ziehen sie dich runter? Wenn du frustriert bist, dass du  nicht vorwärts kommst bei deinen Zielen, dann hast du jetzt vielleicht einen reason why.

Die fünf Personen mit denen du am meisten Zeit verbringst bestimmen, ob du deine Ziele erreichst oder nicht. Du passt dich über kurz oder lang ihrer Denkweise und ihrem Verhalten an. Wenn sie also faul und ohne Ambitionen sind, wirst du irgendwann genauso sein.

Wenn du dich also verändern willst, musst du -wohl oder übel – deinen Freundeskreis verändern. Wenn du erfolgreich sein willst, musst du dich mit erfolgreichen Personen umgeben. Wenn du sportlich sein willst, dann umgib dich mit sportlichen Leuten. Sie werden dich pushen und dich fördern. Sie werden dir helfen deine Ziele zu erreichen.

Nicht immer müssen die Personen mit denen du dich umgibst, “echte” Personen sein, die du ständig triffst. Auch die Bücher, Audios oder Filme einer Person können zu einer Art Freund werden und dich inspirieren.

Es liegt in deiner Macht deine Freunde auszuwählen. Wähle sie richtig.

 

11. Verbinge “Quality-time” mit deinen besten Freunden
Quality-time mit Freunden

Quality-Time mit Freunden

Während deiner Zwanziger lernst du so viele neue Menschen wie nie zuvor kennen. Viele Menschen kommen in dein Leben, werden deine Freunde, bleiben eine Zeit lang und verschwinden dann wieder – viele für immer.

Nur wenige Freundschaften bleiben wirklich langfristig bestehen. Das ist völlig normal.

Ich habe in den letzten drei Jahren gefühlt mehr als 1000 Menschen kennengelernt. Mit vielen habe ich großartige Zeiten verbracht, vor allem mit den Leuten aus meinem Bachelorstudium und mit den Leuten aus Mexiko. Doch von all den Menschen, die meinen Weg gekreuzt haben, sind nur 3-4 wirklich geblieben, mit denen ich auch heute noch regelmäßig im Kontakt bin. Doch diese Menschen sind es wert, denn sie unterstützen mich auf meinem Weg.

Gute Freunde zu haben ist einer der wichtigsten Faktoren, um nicht nur glücklich, sondern auch erfolgreich zu sein. Das geht Hand in Hand mit Punkt 10. Deshalb ist es wichtig regelmäßig Quality-Time mit deinen seinen besten Freunden / oder Freundinnen zu verbringen. Und damit meine ich keine WhatsApp-Gespräche oder Instagram-Likes, sondern “echte” Gespräch in denen man sich sieht. Das kann via Skype sein, aber noch besser ist es wenn man sich wirklich sieht und zusammen lacht, feiert und trinkt – auch wenn der Kater danach fürchterlich ist.

 

12. Schei* drauf, was andere über dich denken (zumindest 98% davon)

Viele twentysomethings – ich eingeschlossen – denken viel zu oft darüber nach, was andere von uns denken. Wir sind mehr darauf bedacht anderen zu gefallen, als uns selbst zu gefallen. Was andere über uns denken bestimmt unser Handeln und unser Auftreten. Versuche nicht andere Menschen zu beeindrucken

In den letzten Jahren habe ich gelernt, dass die meisten Mensch nicht eine einzige Sekunde über UNS nachdenken, sondern zu 99% über SICH nachdenken. Ihnen ist es schlichtweg egal, was wir tun oder sagen, solange es sie nicht direkt betrifft. Wir Menschen sind alle Egoisten, ob wir es uns eingestehen wollen oder nicht. Jeder denkt zunächst an sich und dann (vielleicht) an jemand anderen. So hart das klingt, so wahr ist es doch.

Wenn anderen also sowieso egal ist, was du machst, dann mach doch einfach gleich das, was du für richtig hältst anstatt andere zu beeindrucken.

Kümmer dich nicht darum was andere Menschen über dich sagen, denn am Ende wirst es nie allen Recht machen können und du wirst nie jedem gefallen. So ist das nun mal, denn Geschmäcker und Ansichten sind (zum Glück) verschieden. Hol dir Feedback von deinen engsten Freunden und deinen Eltern und richte dich nur danach aus. Der Rest… ach schei* drauf. Mach dein Ding!

 

13. Lerne dich selbst kennen (und zu lieben)

lerne dich selbst kennen (und lieben)

Sich selbst wirklich zu kennen und zu lieben, ist eines der schönsten und zugleich eines der schwierigsten Merkmal für Erfolg.

»The most difficult thing in life is to know yourself«-Tahles

Erst wenn du dich 100% so akzeptierst wie du bist und wenn du herausfindest was du willst und was nicht, kannst du das bekommen, was dich glücklich macht. Wenn Du nicht weißt was dich glücklich macht, wie willst du es dann erreichen?

Nutze also deine Zwanziger, um dich selbst, deine Vorlieben, deine Stärken und deine Schwächen, deine Ängste, deine Hoffnungen und deine Ziele kennen zu lernen. Wie du das schaffst?

  • Indem du verschiedene Dinge einfach ausprobierst und dann entscheidest, ob sie dir gefallen oder nicht.
  • Indem du viel Zeit mit dir alleine verbringst und regelmäßig reflektierst und dir zuhörst.
  • Indem du deine Komfortzone verlässt und dich selbst erkundest.

 

14. Verlasse deine Komfortzone und gehe Risiken ein
Komfortzone

The magic happens outside of your comfort zone

99% aller twentysomethings lebt nach dem Hochschulabschluss und ein paar Jahren Berufserfahrung in einer Blase. Ich nenne diese Blase, die Komfortzone.

Anstatt zu versuchen, neue Dinge und neue Menschen kennenzulernen, bleiben viele von uns in ihrer Komfortzone stecken. In dieser Komfortzone ist es zwar gemütlich für eine Zeit lang, aber wenn du zu lange drin bleibst, wirst du darin unzufrieden.

Deshalb: Verlasse deine Komfortzone regelmäßig.

Wir sind jung, wir sind unverbraucht, wir sind voller Energie. Das müssen wir nutzen und neue Dinge ausprobieren. Damit meine ich nicht ohne gesichertes Seil einen Bungee-Sprung zu machen, sondern kalkulierbare Risiken einzugehen, die uns fordern und kitzeln.

Wenn du also surfen willst, dann raus zum Strand  und “give it a shot!”. Sei nicht der typische “Ich kann das sowieso nicht”-Typ, und vegetier auf der Couch vor dich hin, wenn draußen das Abenteuer und der Spaß wartet. Du wirst nicht glauben, wie viel dein Leben und deine Aussichten sich ändern können, wenn du dich entscheidest regelmäßig einen Schritt aus deine Blase zu machen und neue Dinge auszuprobieren.

 

15. Verbringe Zeit mit deiner Familie

Familie

Weil du nur eine hast. Drück dich nicht vor  dem Abendessen mit deinen Eltern einmal pro Woche oder verpasse Familienfeiern. Familien (zusammen mit Freunden) sind diejenigen, die immer für dich da sind, die dich auffangen, wenn du hin fällst, auf die du dich verlassen kannst, wenn es hart auf hart kommt.

Ich habe meine großartige Familie früher als  selbstverständlich angesehen. Ich habe es als selbstverständlich empfunden, dass meine Eltern mich bei allem unterstützen und mir bei jedem Problem zuhören. Erst in den vergangen zwei Jahren, als ich die vielen Geschichten von Trennungskindern gehört habe, ist mir klar geworden, was für ein außergewöhnliches Glück ich mit meiner Familie habe.

Welchen Ärger du auch immer hast mit deinen Eltern oder deinen Brüder oder Schwestern, sprich mit ihnen darüber und versuche es aus der Welt zu schaffen. Du brauchst deine Familie als sicheren Anker und als Rückhalt, um wirklich erfolgreich sein zu können.

Und wenn du deine Familie mal wieder verfluchen könntest, dann denke dran, was deine Eltern schon alles wegen dir und für dich gemacht haben. Die überwiegende Mehrheit der Eltern wollen nur das Beste für dich , aber am Ende des Tages sind sie nicht perfekt und machen Fehler. Sie sind und auch nur Menschen. Gestehe ihnen zu nicht perfekt zu sein, außer du bist perfekt.

 

16. Achte auf deine Gesundheit

Gesundheit twentysomethings

Dieser Punkt ist so wichtig und doch so weit weg in unseren Zwanziger. Ich weiß das aus eigener Erfahrung. Wenn ich mir überlege, was mein Körper schon alles mitmachen musste – und das obwohl ich erst 23 Jahre bin – dann habe ich echt Respekt. Mein Körper ist wirklich eine Maschine.

Viele twentysomethings denken, dass unser Körper für immer eine solche Maschine bleiben wird. Eine Maschine, der Alkohol, Zigaretten, Drogen, zu wenig Schlaf, Fastfood und zu wenig Sport nichts antun.

“Ach, so lang ich jetzt noch nichts merkte, passt das schon”, sagte mein Mitbewohner letztens zu mir und zog genüsslich an seiner Zigarette. Diese Denkweise haben viele twentysomethings, ich nehme mich da nicht aus.

Doch sei dir sicher: Dein Körper vergisst nicht, was du ihm antust. Er meckert lange Zeit zwar nicht, aber eines Tages – von heut auf morgen – stellt er seinen Betrieb ein und hat kein Bock mehr zu arbeiten. Erst dann merken viele von uns, was sie eigentlich für ihre Gesundheit getan haben – nämlich nichts. Doch dann anzufangen ist zu spät. Es ist wie in eine Klausur zu gehen und dort zum ersten Mal den Lernstoff anzuschauen.

Nimm deine Gesundheit nicht als selbstverständlich an und behandle deinen Körper wie du deine Freundin oder deinen Freund behandelst. Voller Liebe und Pflege. Du musst immerhin noch mehr als 60 Jahre in ihm leben

Ich möchte dir an dieser Stelle nicht die Weisheit von Gary Vaynerchuk vorenthalten:

Wenn du mehr über Ernährung lernen willst, dann schau doch mal bei Kim Schubert  oder bei Healthy Habits vorbei.

 

17. Sei Dankbar für was du hast

Unsere Generation hat alles. Alles, um glücklich sein und doch sind es viele von uns nicht. Warum? Keine Ahnung.

Wenn du es mal realistisch betrachtest, gibt es keinen Grund nicht glücklich zu sein.

Du hast  immer genug zu essen und zu trinken. Du hast ein Dach über dem Kopf, Bildung, Frieden und saubere Luft. Du bekommst nach dem Hochschulabschluss zu 98% einen Job, der dir so viel Geld bringt, dass du dir Urlaube leisten und abends weggehen kannst. Du musst nicht unter einer Diktatur leiden oder wegen ihr flüchten.

Wir sollten wieder mehr wertschätzen was wir haben und dankbar für die kleinen Dinge in unserem Leben sein. Ich bin davon überzeugt, dass das einer der wichtigsten Schlüssel ist, um langfristig glücklich und erfolgreich zu sein.

Egal, wie sehr wir in unseren Zwanzigern auch kämpfen, egal wie oft wir scheitern, egal wie oft wir am Boden zerstört sind: Die meisten von uns sind gesund und haben die Freiheit ihr Leben zu bestimmen. Allein schon das ist mehr wert als jeder Erfolg der Welt.

Wenn du jetzt vielleicht grad am Boden bist und nicht weißt wie es weitergehen soll, dann sag dir diesen Satz vor und denke drüber nach:

»I cried because I had no shoes until I met a man who had no feet«

 

18.Habe keine Angst vor Fehlern – mache sie und lerne daraus

Unsere Zwanziger sind die Jahre, in denen wir die meisten Fehler unseres Lebens machen.  Und genau deshalb sind sie da. Sie sind dazu da um Fehler zu machen. Wir müssen in unseren Zwanzigern ausprobieren und testen, was uns gefällt. Und dabei treffen wir manchmal die falsche Entscheidung und machen Fehler. Es kann ein großer Fehler sein. Oder eine Serie von kleinen Fehler – wie  Edison der 10.000 Versuche gebraucht hat, um eine Glühbirne zu entwickeln oder Dyson, der 5126 Versuche gebraucht hat, um einen Staubsauger ohne Beutel zu erfinden. 

Egal, ob du Fehler magst oder nicht. Sie passieren sowieso. Niemand ist davor geschützt, keinen Fehler zu machen. Selbst Thomas Müller verschießt mal einen Elfmeter und selbst Uwe Gensheimer versagt mal vor dem Handballtor.

Umarme also deine Fehler und mache sie – so früh wie möglich, denn dann haben sie die geringsten Konsequenzen. Mache jedoch jeden Fehler nur einmal. Allerhöchstens zweimal. Denn danach kann man nicht mehr von einem Fehler, sondern eher von Dummheit sprechen 😉

Um mehr über den Mut, Fehler zu machen zu lernen, habe ich hier ein Video für dich :

 

19. Liebe und lebe Leidenschaftlich

Leidenschaftlich leben

Ich habe diesen Punkt absichtlich ans Ende gesetzt, weil ich glaube, das er der Höhepunkt von allen oben genannten Punkten und einer der wichtigsten in unserem Leben als twentysomething ist. Leidenschaft ist der kleine, aber feine Unterschied zwischen einer durchschnittlichen und unzufriedenen Person und einer erfolgreichen und glücklichen Person. Warum?

  • Leidenschaftliche Menschen sprühen vor Energie, denn es gibt ihnen Kraft, wenn sie mit ganzem Herzen eine Sache tun können
  • Leidenschaftliche Menschen leben meistens mit großer Klarheit, sie wissen genau, was sie wollen und holen sich es mit aller Kraft
  • Leidenschaft gibt ihnen den Extra-Kick, um auch den letzen Meter zu gehen

Wir Menschen lieben es, uns mit positiven, leidenschaftlichen Menschen zu umgeben, weil sie uns anregen, interessant sind und Lebensfreude ausstrahlen. Es gibt kaum etwas Schöneres für mich, als Menschen zuzuhören, wenn sie über ihre Leidenschaft sprechen. Das Funkeln in ihren Augen und die Intensität in ihrer Stimme sind atemberaubend. Schau dir nur mal, Olli Kahn an als er wichtige Spiele gewann und du weißt was ich meine.

Weil Leidenschaft so entscheidend ist, will ich dir diese Sache mit auf den Weg geben:

Mache so viele Dinge, so leidenschaftlich wie du kannst, denn leidenschaftlich etwas zu tun, wird dich nicht nur glücklich machen, sondern es wird dir auch Türen öffnen, die du dir nicht einmal vorstellen konntest, das es sie gibt.

Wir bekommen nur ein Leben geschenkt. Wir haben nur 1x die Möglichkeit unsere Zwanziger zu leben. Wir sollten diese Möglichkeit nutzen und das Beste aus unseren Zwanzigern machen, indem wir so leidenschaftlich wie es nur geht leben und lieben – jede Sekunde, jeden Moment!

Lass uns die Zwanziger zur besten Zeit unseres Lebens machen!

 

Welchen Punkt habe ich in meinem Guide vergessen?

 

Schreibe es mir in einem Kommentar unten und helfe so der ganzen Community!

PS: Wenn dir dieser Artikel geholfen hat, würde es dir was ausmachen ihn zu teilen? So hilfst du mir und vielen anderen twentysomethings. Danke vorab!

Pascal Keller

Pascal ist Gründer und Autor des twentysomething 1x1. Er hat zwar nicht alle Antworten auf das Leben als twentysomething, aber er versucht sie zu finden und damit anderen jungen Menschen zu helfen ihre Zwanziger zur besten Zeit ihres Lebens zu machen.

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  • Olli

    Voll geil, danke für deinen Guide.
    Gerade in den letzten Tagen kam mir irgendwie – mit 21 Jahren, einem Abitur und so einigen Reisen der Gedanke noch stärker als sonst auf, dass es doch langsam echt mal Zeit wird, mal etwas “richtiges” zu lernen. Wenn ich deinen “ultimativen” (haha) Guide lese, dann merke ich nochmal, dass ich das auch für mich als Twentysomething entspannt sehen kann. Ich finde das eine tolle Sache, die du hier anfängst. Weiter so! Grüße aus Hamburg

    • Pascal

      Hey Olli 🙂 Danke für deinen sympathischen Kommentar und das positive Feedback! 🙂 Ich glaube, dass du mit 21 Jahren noch ausreichend Zeit hast etwas “richtiges” zu tun. Und was ist überhaupt etwas “richtiges”? Ist reisen und sich selbst entdecken nichts “richtiges”? Was schwebt dir denn so vor in den nächsten Monaten? Ich freue mich dich hier immer mal wieder zu begrüßen, Olli. Beste Grüße aus Deggendorf,Pascal