Warum

“Twenty years from now you will be more disappointed by the things that you didn’t do than by the ones you did do. So throw off the bowlines. Sail away from the safe harbor. Catch the trade winds in your sails. Explore. Dream. Discover.”

Mark Twain

Als ich vor knapp zwei Jahren dieses Zitat auf meiner Facebook-Timeline entdeckte, blieb mein Daumen plötzlich stehen.

Wow. Irgendwas hatte mich gepackt und ließ mich nachdenklich werden. Ich spürte ein komisches Kribbeln in meinem Bauch und bekam schwitzige Hände, was für gewöhnlich ein gutes Zeichen ist.

Ein Zitat. Nicht mehr und nicht weniger. Doch die Worte ließen mich nicht mehr los.

Schon während der gesamten Praxisphase hatte ich gezweifelt, ob das was ich da jeden Tag mache wirklich das ist, was ich auch in einigen Jahren noch machen möchte. Oft hatte ich mir in dieser Zeit die Frage gestellt, was ich denn anderes machen könnte, anstatt jeden Tag von 8-17 Uhr im Büro zu sitzen und Aufgaben zu erledigen, die mich weder interessieren noch fordern. Nie aber hatte ich mir die Frage gestellt Warum ich etwas anderes tun möchte.

  • Warum möchte ich keinen normalen 0815-Bürojob machen?
  • Warum möchte ich nicht jeden Tag aufstehen, um Excel-Tabellen zu pflegen?
  • Warum möchte ich mein eigenes Ding machen?

Es waren Fragen, die ich mir zuvor noch nie gestellt hatte.

Es waren Fragen, die so schwer zu beantworten waren, dass ich sie vor mich her schob wie das Lernen vor einer Matheklausur.

 

Warum uns die Frage nach dem “Warum” so schwer fällt

Das Warum

 

Ich glaube, dass die Frage nach dem Warum – im Gegensatz zu allen anderen W-Fragen – eine der schwierigsten Fragen ist, die wir in den Zwanzigern beantworten müssen, denn für gewöhnlich fällt es uns schwer, genau zu begründen warum wir etwas wollen oder warum wir etwas nicht wollen.

Müssen wir die Frage nach dem Warum beantworten, dann tendieren wir dazu, den wahren Gründen aus dem Weg zu gehen und Ausreden zu finden.

Ein Beispiel: Kannst du dich noch daran erinnern, als dich deine Eltern dich nach gefragt haben warum du eine 5 in Mathe hast?

Nein? Ich schon.

Meine Antwort auf die Warum-Frage:

“Weil der Lehrer ein Depp ist und überhaupt nicht erklären kann. Da ist ja kein Wunder, wenn ich eine 5 schreibe.”

Anstatt die wirklichen Gründe für meine 5 in Mathe (Ich habe nie Hausaufgaben gemacht, im Unterricht nur Käsekästel gespielt und einen Tag vorher angefangen zu lernen) zu finden, schob ich die Wahrheit beiseite und machte mir stattdessen vor, es wäre am Lehrer gelegen.

Ich log mich selbst an, um der Realität nicht ins Auge blicken zu müssen.

Die Frage nach dem Warum zu beantworten ist deshalb so schwierig, weil du dich mit dir selbst, deinen Wünschen, Zielen, Stärken und Schwächen auseinandersetzen musst. Bei den anderen W-Fragen ist die Antwort schnell gefunden – beim Warum nicht. Hier musst du dir intensiv Gedanken machen und in dich rein blicken.

Wenn du dich mit der Frage „Warum“ auseinandersetzt, musst du dich vor dir selbst rechtfertigen und deiner Realität ins Auge blicken. 

Wenn du dich mit dem Warum beschäftigst, musst du dir vielleicht eingestehen, dass dein Leben gar nicht so ist, wie du es eigentlich gerne haben würdest. Du musst dir erklären, was dich in deinem aktuellen Job oder deiner aktuellen Beziehung hält, obwohl du unzufrieden damit bist.

Du dir deine aktuelle Situation eingestehen und kannst nicht weiter davonlaufen. Du kannst nicht länger sagen: “Ach, mein Chef ist unfähig, mir coole Aufgaben zu geben und deshalb ist mein Job so langweilig”, sondern erkennen, dass du vielleicht zu wenig tust, um diese coolen Aufgaben auch tatsächlich zu bekommen.

 

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Wenn du dich mit der Frage „Warum“ auseinandersetzt, musst du 100% Verantwortung für dich und deine Resultate übernehmen.

Du triffst dabei auf die harte Realität. Sie kann weh tun. Sie kann aber auch verdammt heilsam sein.

 

Warum dir die Frage nach dem “Warum” hilft

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Die Frage nach dem Warum ist nicht nur eine der schwierigsten, sondern gleichzeitig auch eine der hilfreichsten und wertvollsten Fragen, die wir uns stellen können.

 

Die Antwort auf dein Warum hilft dir:

  • Klarheit und Orientierung zu bekommen.  Sobald du herausgefunden hast, was dein Warum ist, hast du eine Orientierung für dein Leben gefunden. Dein Warum kannst du dir vorstellen wie eine Art Nordstern, der dich leitet und dir immer wieder hilft in die richtige Richtung zu laufen, auch wenn es mal hart und ungemütlich wird.
  • Motiviert zu werden und zu bleiben.  Du kennst vielleicht das Gefühl, wenn du etwas tust und genau weißt wozu du es tust. Zum Beispiel wenn du ein Geschenk für deinen Freund machst. Es ist verdammt viel Arbeit das Geschenk zu machen, obwohl du sowieso schon wenig Zeit hast. Aber du tust es gerne und bist motiviert es zu tun, denn du weißt genau, warum du es tust: Um deinem Freund ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und eure Beziehung zu stärken. Genauso ist es, wenn du dein Warum gefunden hast: Es motiviert dich jeden Tag aufzustehen und zu arbeiten, denn du weißt, was du damit erreichst.
  • Leichter und besser Entscheidungen zu treffen Du stehst in deinen Zwanzigern unglaublich vielen wichtigen Entscheidungen. Du musst entscheiden welche Karriere du möchtest, welche Beziehung du möchtest und wie du leben möchtest. Ein klares Warum zu haben hilft dir, diese schwierigen Entscheidungen besser und leicht zu treffen.
  • Schneller da hin zu kommen wo du hin willst Dein Warum ist wie dein ultimativer Traum von deinem Leben, von deiner Karriere oder deiner Beziehung. Wenn du weißt, wie genau dieser Traum aussieht, dann sparst du dir viele, viele Umwege und viel Zeit. Du hast von Anfang an schon eine Vorstellung, eine Art Vision, wo du mal hin möchtest und wirst Schritt für Schritt deinen Weg dahin gehen, auch wenn du manchmal gar keinen Weg siehst.

Falls du noch mehr darüber lernen möchtest, warum dein Warum so wichtig ist, dann schau dir einfach diesen großartigen TED-Talk von Simon Simek an:

 

Mein persönliches “Warum”

Nun, da du weißt warum das “Warum” so wichtig ist, wird es persönlich: Mein Warum.

Bevor ich angefangen habe an dem twentysomething 1×1 zu arbeiten und über 1000 Stunden Arbeit zu investieren, habe ich mich hingesetzt und mich selbst gefragt:

»Warum möchte ich diesen Blog gründen?«

Anfangs war es schwer, das Gefühl ”Weil es halt das Richtige ist” in Worte zu fassen. Doch nach einiger Zeit habe ich mein “Warum” gefunden.

Da es nicht immer nur ein Warum für etwas gibt, zeige ich euch hier meine 5 Warums:

 

1. Weil es der Blog ist, den ich lange gesucht, aber nie gefunden habe

Während meiner eigenen Reise auf der Suche nach Antworten habe ich viele tolle Bücher gelesen und Workshops besucht, die mir geholfen haben, mein Leben als twentysomething besser zu verstehen und zu meistern.

Ich habe auch tolle Blogs wie Anti-Uni oder All-Groan up entdeckt, die mir geholfen und mich inspiriert haben.

Trotz langer Suche habe ich aber keinen einzigen deutschsprachigen Blog gefunden, der mir wirklich Antworten auf meine Fragen liefert.

Also habe ich ihn gegründet, um twentysomethings endlich einen Blog anzubieten, auf dem sie Antworten auf ihre Fragen finden.

Hätte ich diesen Blog damals gehabt, ich glaube ich hätte mir viele schlaflose Nächte, Geld und Zeit erspart. Ich hätte mehr Orientierung gehabt und klarer gewusst, was ich wirklich will.

Ich möchte dir mit dem Blog also genau das liefern, was mir geholfen hätte auf meiner kleinen Reise. Vielleicht hilft es dir ja auch.

 

2. Weil unsere Zwanziger zu entscheidend sind, um sie zu verschwenden

Unsere Zwanziger sind eine, wenn nicht sogar die kritischste Phase in unserem Leben. Es ist die Phase, in der wir uns normalerweise für eine Karriere entscheiden, unseren Lebenspartner finden, unsere meisten „first times“ erleben und in der sich unsere Ansichten wesentlich verändern.

Es ist eine Phase, in der Dinge, für die wir uns entscheiden oder eben nicht entscheiden einen riesigen Einfluss auf unsere nächsten Jahre haben.

Warum sollten wir eine solche entscheidende Zeit einfach verschwenden, indem wir ziellos und ahnungslos umher wandern?

Wenn wir ein glückliches und erfolgreiches Leben führen, dann müssen wir jetzt in unseren Zwanzigern damit anfangen, das Fundament zu bauen. Nicht irgendwann. JETZT.

 

3. Weil wir zusammen stärker sind als alleine

Wir alle denken oft, wir wissen, wie die meisten Dinge im Leben funktionieren. Doch dann sind da immer wieder Dinge, die uns Rätsel aufgeben. Wie definiert sich ein Geschäftsprozess? Was bedeutet gleich nochmal Deckungsbeitrag 1 und 2?

Um diese Fragen zu beantworten, können wir leicht zu Wikipedia gehen und mit zwei, drei Klicks lernen was ein Deckungsbeitrag ist oder wie sich ein Geschäftsprozess definiert. Innerhalb von Sekunden, bekommen wir bei Wikipedia genau die Antwort geliefert, die wir gesucht haben. Von Leuten, die es besser wissen als wir und die ihr Wissen geteilt haben.

Eine großartige Erfindung, die wahrscheinlich auch dein Leben schon manchmal erleichtert hat, oder?

Stell dir vor, wir könnten hier eine Art Wikipedia für twentysomethings aufbauen.

Ein twentysomething-Wikipedia, an dem jeder mitarbeiten kann und das die Summe all unserer Erfahrungen, Tipps und Antworten beinhaltet, um unsere Zwanziger besser zu meistern.

Ein twentysomething-Wikipedia, das dir in wenigen Sekunden Antworten auf all deine Fragen gibt.

Klingt gut? Das finde ich auch.

Leider habe und werde ich wohl auch nie alle Antworten auf deine Fragen finden. Deshalb brauche ich eine Community. Und dich.

Wir brauchen einen Ort, an dem wir unser Wissen und unsere Erfahrung teilen können.

Diesen Ort gibt es in der twentysomething 1×1-Community.

ERFAHRE MEHR ÜBER DIE COMMUNITY

 

4. Weil ich meine Talente und Leidenschaft dafür einsetzen will, anderen Menschen zu helfen

In den letzten drei Jahren ist mir bewusst geworden, welche Talente und Leidenschaften ich eigentlich habe. Ich habe das Talent schnell einen Draht zu Menschen zu finden und mich in einer Gruppe zurechtzufinden. Ich habe das Talent vor Menschen zu sprechen und sie mit meinen Worten zu inspirieren. Ich habe eine Leidenschaft fürs Schreiben. Ich habe eine Leidenschaft dafür zu lernen und das Gelernte weiterzugeben.

Diese Talente und Leidenschaften möchte ich einsetzen, um anderen jungen Menschen zu helfen ihre Zwanziger besser zu meistern.

Mit dem Blog erreiche ich genau das.

Ich bekomme die Möglichkeit mit vielen anderen twentysomethings in Kontakt zu kommen und mich mit ihnen auszutauschen. Ich kann sie mit meinen Worten inspirieren und ihnen helfen, indem ich meine Erfahrungen und mein Wissen teile. Zudem lerne ich selbst jeden Tag etwas Neues dazu, sei es über das Blogging oder über mich selbst.

Ich tue hier also etwas, das mich nicht nur ungemein antreibt, sondern das zudem anderen jungen Menschen hilft. Eine WIN-WIN-Situation für alle.

 

5. Weil ich etwas erschaffen will, das bleibt

Wenn ich anderen twentysomethings auf ihrem Weg helfen kann den richtigen Job zu finden, ihr Leben besser zu verstehen oder endlich das zu tun, was sie schon lange tun wollten, dann macht das nicht nur sie glücklich sondern auch mich. Mit jedem Mitglied der twentysomething 1×1-Community, mit jedem twentysomething, der seine Zwanziger zur besten Zeit seines Lebens macht, komme ich meiner Vision näher und es entsteht etwas Großes.

Jede Zeile, die ich hier schreibe und alles, was du und ich hier gemeinsam erschaffen, wird bleiben und anderen twentysomethings, die nach Orientierung suchen, helfen.

Heute, morgen und  in 10 Jahren. Der Gedanke daran, dass vielleicht meiner kleiner Cousin in ein paar Jahren das hier ließt und es ihm weiterhelfen wird, fasziniert mich und treibt mich an.

Das Zitat von Chet Atkins, einem amerikanischen Gitarrist, bringt mein Warum auf den Punkt:

»Years from now, after I`m gone, someone will listen to what I`ve done and know I was here. They may not know or care who I was, but they`ll  hear my guitars speaking for me.«

Vielleicht wird sich niemand an uns erinnern, aber das ist okay, denn wir haben hier etwas erschaffen, auf das wir stolz sein können und das bleibt.

 

Mein Warum auf den Punkt gebracht:

Ich glaube daran, dass die Zwanziger die entscheidenden Jahre unseres Lebens sind. Ich möchte deshalb durch meine Texte, Kurse, E-Books und Gudies Twentysomethings dabei unterstützen, herauszufinden, was sie mit ihrem Leben anstellen wollen und sie dazu inspirieren so geile Zwanziger zu leben, dass sie irgendwann mal zurückblicken und denken: “Wow, meine Zwanziger waren die besten Jahre meines Lebens!”

 

Nun kennst du mein Warum.

Warum tust du, was du tust?

 

Schreibe einen Kommentar und lass es mich wissen!

Pascal Keller

Pascal ist Gründer und Autor des twentysomething 1x1. Er hat zwar nicht alle Antworten auf das Leben als twentysomething, aber er versucht sie zu finden und damit anderen jungen Menschen zu helfen ihre Zwanziger zur besten Zeit ihres Lebens zu machen.