Das Geheimnis um die richtige Person zu finden

Liebe ist eine großartige Sache. So großartig, dass die meisten von uns sie gerne in ihrem Leben hätten und deshalb nach ihr suchen.

Vor allem in unseren Zwanzigern ist die Suche nach der großen Liebe neben der Suche nach der richtigen Karriere einer der Hauptauslöser für Verwirrung und Frustration.

Wir suchen. Wir probieren aus. Wir verlieben und trennen uns. Wir tindern und flirten. Wir tun und wir machen fast alles, um diesen einen Menschen zu finden.

Der Mensch, der nicht nur unser Liebhaber, sondern auch unser bester Freund, unser größter Fan und Lieblingsmensch ist.

Der Mensch, der uns perfekt ergänzt und bei dem wir all unsere Masken ablegen können.

Alle sind wir auf der Suche nach ihm. Manche früher, manche später. Sicher ist nur, dass wir ihn suchen.

Leider ist die Suche nicht immer die sinnvollste Lösung, um ihn auch zu finden – das musst ich in den vergangen vier Jahren selbst feststellen.

 

Single, 21, männlich, sucht

Meine Suche begann vor knapp drei Jahren.

Nach über einem Jahren “ausleben” – wie man die Phase nach dem Ende einer langen Beziehung so schön nennt – fühlte ich mich wieder bereit für eine ernsthafte Beziehung. Doch dieses Mal sollte es nicht irgendeine Beziehung sein.

Diesesmal sollte es die Beziehung mit “der Richtigen” sein.

Und mit “der Richtigen” meinte ich die Frau, die nicht nur gut ausschaut, sondern auch humorvoll, erwachsen, intelligent und spontan ist. Die Frau, die mich glücklich macht und die ich vielleicht mal heiraten würde. Wer weiß das schon?

Also begann ich meine Suche nach „der Richtigen“.

Meine Augen waren nun immer offen und meine Sinne alamiert, wenn ich einer Frau begegnete. Schließlich könnte sie ja „die Richtige“ sein. Einkäufe im DM nutze ich von jetzt an, nicht mehr nur um Deo zu kaufen, sondern um vielleicht  „die Richtige“ zu treffen.

Nachts im Club flirtete ich was das Zeug hielt. Ich datete (warum gibt es dafür kein gescheites deutsches Wort??) eine Frau nach der anderen. Manchmal hatte ich drei Dates in einer Woche, manchmal auch mehr. Ich knutschte hier und knutschte da.

Ich fuhr nach München, Amsterdam und Karlsruhe, um Frauen zu treffen und sie besser kennzulernen. Ich schlief in 90 Zentimeter-Betten, in denen mir selbst 15 Zentimeter blieben und versucht morgens mit müden Augen am Frühstückstisch einen guten Eindruck bei Eltern zu hinterlassen. Vielleicht würden wir uns ja wiedersehen...

Ab und an hatte ich dann mal diese Phasen, in denen ich zu meinen Kumpels sagte, „Ey, ich glaub ich hab sie gefunden. Das ist die Richtige!“. Ein Monat später hatte sich dann alles wieder erledigt, weil sie noch an ihrem Ex hing oder ich feststelle, dass wir doch nicht so super zusammenpassen.

Meine Beziehungen – wenn man sie so nennen will – glichen einer H&M-Sonnenbrille: Ich suchte sie, kaufte sie, trug sie eine Weile und nach zwei Monaten ging ich wieder auf die Suche nach einer neuen, weil sie kaputt war.

Nach über einem Jahr in diesem Auf und Ab, saß ich abends alleine in meiner Studentenbude in Mannheim und realsierte enttäuscht:

So sehr ich auch suche, ich finde “die Richtige” nicht.

 

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Das Ende der Suche & der Beginn einer Reise

Als ich da abends so saß und über all die wirren Momente der letzten Monate nachdachte, wurde mir klar, dass es so nicht für mich weitergehen würde.

Ich hatte all die ins nichtsführenden WhatsApp-Nachrichten, all die gleichablaufenden Dates und all die oberflächlichen Gespräche satt.

“Das ist doch verschwendete Zeit, Pascal”, sagte ich zu mir selbst. “Hör auf damit!”.

Und so erklärte ich meine Suche für beendet, ohne dass ich “die Richtige” gefunden hatte. Ich nahm mir vor, keinen Gedanken mehr daran zu verschwenden die Richtige zu finden, sondern einfach mein Leben zu leben, wie ich Bock drauf hatte.

Und so war das Ende der Suche gleichzeitig der Beginn einer wunderschönen, bis heute anhaltenden Reise. Eine Reise mit mir selbst, mit dem Ziel die Zwanziger zur besten Zeit meines Lebens zu machen.

Anstatt in Dates investierte ich nun meine Zeit in Bücher, Seminare und Reisen. Ich probierte aus was mir gefiel, entdeckte Mannheim für mich und verbrachte viel Zeit mit Freunden.

Ich achtete mehr auf meine Körpersprache, lächelte mehr und schrieb mein persönliches Manifesto. Ich schaffte meinen Fernseh ab und verbrachte mehr Zeit mit mir alleine. Ich fing an meine Gefühle bewusster wahrzunehmen. Ich erkannte meine Stärken, genauso wie meine Ängste.

Ich hörte auf verzweifelt nach jemandem zu suchen, der mich glücklich macht, sondern versuchte mich selbst glücklich zu machen, indem ich meine eigenen Träume folgte.

Während der Druck jemanden zu finden von mir abfiel, spürte ich, wie ich Tag für Tag glücklicher in meiner eigenen Haut wurde. Ich tat das, auf was ich Bock hatte, ohne mir Gedanken zu machen, ob es richtig oder falsch war. Auf Parties tanzte ich wie wild auf der Tanzfläche ohne mich darum zu kümmern, was andere davon hielten. In Gesprächen sagte ich ehrlich meine Meinung, weil es mir egal war, was andere von mir dachten.

Was zählte waren ich und mein Leben. Ich brauchte keine Bestätigung mehr von anderen. Und genau als ich anfing mich zu 100% auf mich zu konzentrieren und aufhörte anderen zu gefallen, passierte genau das, was ich nicht erwartet hatte:

Frauen, die ich früher verzweifelt gesucht hatte, kamen jetzt – ohne großes Zutun von mir – in mein Leben. Eine nach der anderen. Es war verrückt.

Mal wieder wurde mir die Ironie des Lebens bewusst:

»Genau dann wenn wir aufhören danach zu suchen, finden wir das, was wir die ganze Zeit gesucht haben.«

 

Das Geheimnis um die richtige Person zu finden

Liebe in den Zwanzigern

Ich habe in den letzten drei Jahren viele Lektionen über die Liebe gelernt. Was ich festgestellt habe ist, dass Liebe ein großes Geheimnis ist, das es gilt zu entschlüssen. Ich habe viele kleine Geheimnisse für mich entschlüsselt und möchte heute mein größtes Geheimnis, um “die Richtige” zu finden, mit dir teilen. Es ist so einfach, dass ich mich manchmal frage, warum es knapp drei Jahre gedauert hat, um es zu entschlüsseln:

»Wir finden nicht die richtige Person, indem wir sie suchen. Sie findet uns, indem wir die richtige Person werden.«

Als ich dieses Geheimnis vor knapp einem Jahr für mich aufdeckte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Plötzlich beantworteten sich viele Fragen von alleine.

  • Warum hatten fast alle Frauen, die ich datete so verzweifelt gewirkt?

Weil ich selbst verzweifelt war.

  • Warum waren fast alle Frauen, die ich datete so verdammt unsicher, was sie vom Leben wollten?

Weil ich selbst nicht wusste, was ich von meinem Leben wollte.

  • Warum konnte keine Frau mich glücklich machen?

Weil ich mit mir selbst nicht glücklich war.

 

Ich war auf meiner Suche nach der Richtigen unterwegs mit einem Rucksack voller innerer Geister. So zog ich Reisende mit dem gleichen Gepäck auf der gleichen Reise an.

Gleich und Gleich gesellt sich gern. Wir ziehen an, was wir ausstrahlen.

Und so war es klar, dass ich nicht die richtige Person für mich finden konnte; weil ich selbst nicht die richtige Person war.

 

Nutze das Gesetz der Anziehung

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Was ich während meiner Suche ausgestrahlt hatte, waren Unsicherheit, Bestätigung und Aufmerksamkeit. Was ich bekam, waren also Frauen, die genau diese inneren Geister in sich trugen.

Als ich anfing an mir selbst zu arbeiten und damit meine inneren Geister zu verteiben, änderte sich nicht nur mein Verhalten, sondern vor allem meine Ausstrahlung. Was ich nun austrahlte, war nicht mehr Unsicherheit und Bestätigung, sondern Lebensfreude, Liebe und Zielstrebigkeit.

Je mehr ich lächelte, desto mehr Lächeln bekam ich zurück. Je mehr Liebe ich gab, desto mehr Liebe bekam ich zurück. Je mehr ich zur richtigen Person wurde, desto mehr richtige Personen kamen in mein Leben.

Die Erklärung hinter all dem ist das Gesetz der Anziehung, das besagt, das wir anziehen, was wir ausstrahlen.

Jeder von uns wendet – wenn auch unbewusst- das Gesetz der Anziehung ständig an. Wir alle senden ständig Signale nach außen und lenken damit Menschen zielgerichtet in unser Leben. 

Wir können dieses Gesetz ganz bewusst anwenden, indem wir anfangen die richtige Person zu werden – und damit die richtigen Menschen in unser Leben lenken.

Ich vergleiche das Gesetz der Anziehung gerne mit dem Verhalten von zwei  Magneten, die aufgrund ihrer magnetischen Eigenschaften von ganz alleine aufeinander zu dividieren. So ist es auch mit uns und “der Richtigen”:

Je mehr wir auf der gleichen Ebene schwingen, desto eher werden wir zueinander finden. Je mehr wir die richtige Person sind, desto eher werden wir den richtigen Partner für uns finden. Offensichtlich beeinflusst die physische Entfernung, wie schnell wir zueinander finden: Wenn wir bereits im selben Raum sind, wird es nicht lange dauern bis wir zueinander hingezogen werdeen. Wenn wir an den entgegengesetzten Enden des Planeten sind, kann es eine kleine Weile länger dauern.

So oder so, das  Endergebnis – das wir uns an einem Punkt in unserem Leben treffen – bleibt gleich. Aber dies kann nur geschehen, wenn wir anfangen unseren eigenen Weg zu gehen und anfangen, die richtige Person zu werden.

 

Werde die richtige Person

Wenn du also gerade so wie ich vor knapp drei Jahren gerade in deiner Studentenbude sitzt und diesen Beitrag liest, weil du schon seit Monaten denkst “Wann finde ich endlich den Richtigen?”,  dann möchte ich dir folgendens zurufen:

Nimm dir selbst den Druck von den Schultern, den oder die Richtige zu finden. Beende deine Suche und lass einfach los. Konzentiere dich in der Zwischenzeit darauf an dir zu arbeiten und genau die Person zu werden, nach der dein Traummann oder deine Traumfrau sucht.

Investiere in dich selbst. Probiere neue Dinge aus. Triff Menschen, die dich inspirieren oder starte Projekte, die dich begeistern.

Genieße deine Tage als Single und die Freiheiten, die das Alleinsein mit sich bringt.

Fang an, dich selbst jeden Tag ein bisschen besser kennen zu lernen und dir mehr zu vertrauen. Es werden sicherlich keine Wunder von heute auf morgen passieren, wenn du dich für diesen Weg entscheidest. Vielleicht kann es sogar monatelang dauern, bis du überhaupt jemanden kennenlernst.

Lass dich davon nicht irrierten. Gut Ding will Weile haben, sagte schon meine Oma.

Vertraue dem Prozess und ich bin sicher, du und dein Magnet, ihr werdet euch finden.

 

Was denkst du über diesen Ratschlag? Stimmst du mir zu oder nicht?

 

Schreibe einen Kommentar und lass es mich und die Community wissen.

 

PS: Falls dir der Post geholfen hat, dann teile ihn doch mit deinen Freunden und allen twentysomethings, die ihre Zwanziger richtig leben wollen.

 

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Pascal Keller

Pascal ist Gründer und Autor des twentysomething 1x1. Er hat zwar nicht alle Antworten auf das Leben als twentysomething, aber er versucht sie zu finden und damit anderen jungen Menschen zu helfen ihre Zwanziger zur besten Zeit ihres Lebens zu machen.

Latest posts by Pascal Keller (see all)

  • Christopher Batke

    Sehr schön, Pascal. Da sind wir wieder beim Thema Selbstliebe gepaart mit einem neuen Aspekt: Einfach mal loslassen. Hinter loslassen verbirgt sich für mich manchmal die Angst vor der Ungewissheit was danach kommt. In Wahrheit lauert hinter unserer Angst nicht Schlimmes, sondern nur unendliche Abenteuer!

    • Pascal

      …und wir zwei haben Bock auf Abenteuer!!

      • Christopher Batke

        Oh und wie. Unser gemeinsames Event am 09.01. wird das nächste Abenteuer! Es wird richtig, richtig geil. Alle Wunsch-Referenten haben zugesagt 🙂

  • Lena Konstantinidis

    Lieber Pascal,
    ich habe wirklich Respekt davor, wie ehrlich du das Thema in Worte fasst. Ich merke, dass du genau das fühlst, was du schreibst.
    Loslassen bedeutet Mut und auch zu sich selbst finden bedeutet Mut, denn oft steht die Angst dazwischen. Uns muss erst gelingen, abzuschalten und zu verstehen, dass es egal ist, was andere von uns denken.
    Wahrscheinlich ist Selbstliebe noch schwieriger als einen anderen zu lieben, denn oft sieht man nur das Schlechte an sich und das sollte geändert werden. Jeder Mensch ist wundervoll und jeder Mensch sollte sich selbst kennen lernen und zu der Person werden, die er oder sie gerne sein möchte. Was wir ausstrahlen kommt zu uns zurück. Mal auf Umwegen, aber oft auf direktem Weg.
    Ein kleiner Versuch ist einfach lächelnd durch die Stadt zu laufen und darauf zu achten, wie viele Leute freundlich zurück lächeln. Es werden mehr sein, als man denkt!
    Jeder, der Zweifel hat und die große Liebe sucht, sollte erst nach sich selbst suchen. Der Rest wird sich ergeben!
    Liebe Grüße,
    Lena

    • Pascal

      Hey Lena,

      das ist eine tolle Ergänzung zu meinem Beitrag.

      Ich stimme dir zu, dass sich selbst zu kennen und so zu mögen wie man ist, die wohl schwierigste und gleichzeitig wichtigste Entwicklung ist, um nicht nur Liebe, sondern auch Glück und Erfolg im Leben zu finden.

      Die Reise zur Selbstliebe kann manchmal schwierig sein, aber sie auch wunderschön und vor allem ist sie es wert.

      Saludos,
      Pascal

  • Denise Lillge

    Hi Pascal,
    ich hab dich gerade beim Blogger Love Friday entdeckt 🙂
    Der Artikel ist so wundervoll geschrieben, hat total Spaß gemacht zu lesen, vor allem weil ich es vor einiger Zeit (ganz unbewusst) geschafft habe, nicht mehr verzweifelt nach meiner großen Lieben zu suchen. Ich fühle mich nun total happy und zufrieden mit mir selbst, das Gefühl ist so genial, ich liebe es, ich fühle mich endlich frei.

    Yeahhhhhh und liebe Grüße
    Denise
    PS. Ein toller Blog!